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Grimburg könnte eine PV-Anlage bekommen

Energieversorgung : Grüner Strom bald auch in Grimburg?

In Grimburg könnte eine Photovoltaik-Anlage entstehen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat das Projekt einen Schritt weitergebracht.

Die Planungen für eine Photovoltaik(PV)-Freiflächenanlage in Grimburg sind einen Schritt weiter gekommen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Ortsgemeinderat Grimburg das Projekt befürwortet – bei einer Gegenstimme. Damit können der Grundstückseigentümer und der Investor nun einen Bebauungsplan mit einem städtebaulichen Vertrag ausarbeiten, wie Ortsbürgermeister Armand Seil auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt.

Die Trierer Firma WI-Energy, die spezialisiert auf Grünstromanlagen ist, erklärt auf TV-Nachfrage, dass für den Solarpark derzeit eine Größe von 24 Hektar anvisiert sei. Die Anlage soll demnach 24 Megawatt liefern. Die PV-Anlage werde zusammen mit der Firma Marx und Wahlen – der Eigentümerin des Grundstückes – geplant.

Für die Ortsgemeinde entstehen bei dem Projekt keine Kosten, wie Ortsbürgermeister Armand Seil sagt: „Die Ortsgemeinde ist an den finanziellen Kosten des Erstellens des Bebauungsplanes nicht beteiligt.“

Wo genau die PV-Anlage entstehen soll, diese Frage beantwortete Ortsbürgermeister Seil trotz mehrfacher Nachfrage nicht. „Die Flurnummer und Flurstücke wurden in der Sitzung genannt“, teilte er dazu lediglich mit. Nach TV-Informationen soll es sich um ein Gelände nördlich des Tannenhofes in Grimburg in der Nähe des Sportplatzes handeln.

Laut der Firma WI-Energy werden sich bei Realisierung der Anlage auch Bürger beteiligen können – es soll sich also um ein Bürgerkraftwerk handeln, das bei entsprechendem Interesse komplett im Eigentum der Bürger bleiben könnte.

Zuvor waren für das Projekt bereits zwei Varianten  im Gespräch, die Anfang des Jahres auch im Rat vorgestellt worden waren. Die eine hätte nach Informationen unserer Redaktion 28 Hektar umfasst und insgesamt 19,5 Megawatt im Jahr an Strom geliefert. Damit hätten rund 4300 Einfamilienhäuser versorgt werden können. Die kleinere Variante wäre ungefähr 18 Hektar groß gewesen und hätte 15,4 Megawatt Stromleistung im Jahr erzeugt.

Wie es weitergeht, ist noch nicht klar absehbar. Laut Ortsbürgermeister müsse das Projekt wie üblich noch „viele administrative Hürden durchlaufen“. Neben Grimburg gibt es zurzeit in der Verbandsgemeinde Hermeskeil in mindestens sechs weiteren Orten Pläne für PV-Anlagen. Die VG arbeitet daher zurzeit an einem Konzept, das künftig bei der Identifikation derjenigen Flächen helfen soll, die für die Erzeugung von Solarenergie geeignet sind.