Priester und Mitbürger

WELSCHBILLIG. (f.k.) Pater Bernhard Gehrmann, Dechant im Ruhestand und Ehrenbürger von Welschbillig, starb am 9. Januar im Alter von 73 Jahren. Sein Tod hat in seinen ehemaligen Kirchengemeinden große Trauer ausgelöst.

Ungewöhnlich ist Gehrmanns Werdegang - der Bergmannssohn, geboren am 20. Auguast 1930 in Gelsenkirchen, absolvierte zunächst eine Bäckerlehre. Später legte Gehrmann in Bad Driburg sein Abitur ab und trat im Verlauf seines Studiums der Gesellschaft Mariens des hl. Ludwig M. Grignion (Montfortaner) bei. Seine Priesterweihe erhielt er 1963 in den Niederlanden. Danach folgte eine 18 Jahre dauernde Missionstätigkeit in Afrika. 1983 übernahm er als Pfarrer die Kirchengemeinden St. Petrus in Welschbillig und St. Dionysius in Ittel. 1988 wurde er zum Dechant gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2001. Die Jahre seines Wirkens in Welschbillig bleiben unvergessen - sowohl aus kirchlicher als auch aus weltlicher Sicht. Auch die Vereine, die Feuerwehr und die Zivilgemeinde trauern um Pater Gehrmann. Der spät berufene Bergmanssohn war ein Mann des Volkes, geschätzt für seine Offenheit und Lebensfreude - ein stets gerne gesehener Gast bei allen Feiern und Festlichkeiten. Der Welschbilliger Ortsbürgermeister Helmut Becker: "Pater Gehrmann ist trotz seines Priesteramtes einfach geblieben - er war einer von uns. Unvergessen ist sein Lächeln, mit dem er auf alle zugekommen ist." Gestern wurde der Verstorbene unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Welschbillig zu Grabe getragen.