Schmökern in über 600 Büchern

Zum dritten Mal haben die Grundschüler von Hentern/Lampaden und Greimerath an der gemeinsamen Aktion Lesehilfe teilgenommen. Für die Grundschule Hentern war es bereits das 14. Mal. Der Erlös ging in diesem Jahr an das SOS-Kinderdorf in Merzig-Hilbringen.

Hentern/Lampaden/Greimerath. Die Lesetage an der Grundschule Hentern/Lampaden haben schon eine gewisse Tradition: Bereits zum 14. Mal hat diese Aktion nun stattgefunden. Ingo Brausch ist Schulleiter der Grundschule Hentern/Lampaden und seit 2009 auch von Greimerath. Aus diesem Grund nahm als logische Folgerung auch die dortige Grundschule in den letzten Jahren an dieser Aktion teil.
Pädagogischer Nutzen


"In den beiden Schulen wurden insgesamt über 600 Bücher ausgeliehen und gelesen", verkündete Brausch stolz. "Neben der Schülerbücherei erhielten wir auch in diesem Jahr wieder interessante Bücherkisten aus der Landesbibliothek in Koblenz."
An beiden Schulen seien insgesamt 1500 Euro erlesen worden. Für Brausch steht der pädagogische Zusammenhang im Vordergrund. "Zum einen bekamen wir die Kinder dazu, viel zu lesen, zum anderen helfen sie hierdurch immer anderen Kindern, was ihnen während der Aktion auch stets bewusst war", erläutert der Schulleiter.
Das Geld, das bei dieser Aktion zusammenkam, kommt dem SOS-Kinderdorf in Merzig-Hilbringen zugute, das seit 1959 besteht. Dessen Leiterin, Stefanie Müller-Raß, kam zur Feierlichkeit der Spendenübergabe in die Grundschule Hentern.
Dort überreichte sie den fleißigen Leseratten nach einem Programm voller Vorträge und Gesang die Urkunden als Dankerschön.
Extra

SOS-Kinderdorf ist eine nicht-staatliche, unabhängige und überkonfessionelle Organisation, die in 133 Ländern aktiv ist. Die Rechtsform von SOS-Kinderdorf ist von Land zu Land unterschiedlich, und oft ein Verein oder eine Stiftung. Während in den SOS-Kinderdörfern in Entwicklungs- und Schwellenländern vorwiegend Waisenkinder leben, betreut SOS-Kinderdorf in Industriestaaten heute mehrheitlich "Sozialwaisen", also Kinder, deren leibliche Eltern ihre Erziehung nicht wahrnehmen können und die auf Vermittlung des Jugendamts im SOS-Kinderdorf untergebracht werden. SOS steht für "Societas Socialis", was frei übersetzt "soziale Gemeinschaft" heißt. Der Sitz der österreichischen wie auch der internationalen Organisation ist in Innsbruck in Tirol. Daneben besteht in jedem Land, in dem SOS-Kinderdorf aktiv ist, ein nationaler Verein. Quelle: Wikipedia