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Bauplätze neben der Kanzemer Kirche

Was heute noch Wiese ist, kann vielleicht im nächsten Jahr schon bebaut sein. Die alte Eiche soll erhalten bleiben. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Was heute noch Wiese ist, kann vielleicht im nächsten Jahr schon bebaut sein. Die alte Eiche soll erhalten bleiben. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Kanzem. Im Herzen von Kanzem sollen zwei bis drei Bauherren ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Der Rat der Ortsgemeinde spricht sich für ein harmonisches Ortsbild aus. Die neuen Häuser zwischen Kirche und alter Eiche dürfen nicht zu modern oder exotisch gebaut werden.

Kanzem. Das Anliegen der Kanzemer Pfarrgemeinde, hinter der Kirche ein kleines Baugebiet, den sogenannten Kirchengarten, auszuweisen, macht Fortschritte. Der Ortsgemeinderat Kanzem hat einstimmig beschlossen, die Konzer Verbandsgemeindeverwaltung mit einem Plan für die Innenentwicklung zu beauftragen.
"Es geht uns um das harmonische Ortsbild, das über viele Jahrzehnte gewachsen ist", erklärt Ortsbürgermeister Dirk Burdjak.
"Kirche bleibt erlebbar"


Die historische Mauer, der Kirchenbau und auch die alte Eiche sollen einerseits weiter erlebbar bleiben. Andererseits wird eine Baulücke am Rande des benachbarten Baugebiets Kirchenwiese geschlossen.
Ein Bebauungsplan Innenentwicklung legt fest, welche gestalterischen Spielräume Bauherren bei ihren Häusern haben. Seit den 80er Jahren ist es Gesetz, dass die Bürger in solche Planungen miteinbezogen werden.
"Es wird eine Planoffenlegung geben, in der jeder seine Bedenken äußern kann", kündigt Ortschef Burdjak an. Die Bedenken werden anschließend abgewogen.
Ferner müssen die Träger öffentlicher Belange gefragt werden. Das sind in der Regel Behörden, beispielsweise des Landkreises, aber auch Umweltschutzverbände, Energieversorger und die Verbandsgemeindewerke, die in die Planung einbezogen werden müssen. "Wir hoffen, dass das bis Weihnachten klappt", sagt Burdjak. Denn Kanzem könne hinter der Kirche noch schöner werden. doth