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Damit die Kinder in Nepal wieder lachen können

Damit die Kinder in Nepal wieder lachen können

Der gemeinnützige Verein für Plastische Chirurgie Interplast Germany kümmert sich um Patienten in Ländern der Dritten Welt. Seit 1998 gibt es auch in Nepal ein Spezialkrankenhaus. Nina Zimmer aus Pünderich arbeitete dort drei Monate. Ihre Hilfe setzt sie mit Spenden fort. 2500 Euro sind schon zusammengekommen.

Pünderich. Es sind Fotos, die den Betrachter zunächst einmal erschrecken. Sie zeigen Kinder mit angeborenen Fehlbildungen wie Lippen-Kieferspalten oder Kinder mit entstellten Gesichtern, hervorgerufen durch schlimme Verbrennungen. Daneben sind in dem Faltblatt des Vereins Interplast Germany, Sektion Nepalprojekt, aber auch Fotos abgebildet, die die gleichen Kinder nach einer plastischen Operation zeigen.
Ausbildung an Uniklinik


Die Missbildungen und Verletzungen sind zum Glück kaum noch zu erkennen. Die Kinder könen wieder lachen. Operiert und versorgt wurden die betroffenen Kinder im Sushma Koirala Memorial Hospital (SKMH) in Sankhu/Kathmandu, Nepal. Nina Zimmer aus Pünderich hat dort von September bis Dezember 2010 gearbeitet. Sie hatte gerade ihre Ausbildung als Kinderkrankenschwester an der Universitätsklinik Bonn abgeschlossen.
Dort hatte sie über eine Bekannte Hein Stahl kennengelernt, zuständig für die Logistik und Technik des 1998 ins Leben gerufenen Nepalprojekts. Nina, sie war gerade 23 Jahre alt, wagte die Tour in das bettelarme Land im Himalaya und arbeitete drei Monate in der 50-Betten-Spezialklinik. "Es war eine unvergessliche Zeit und sehr, sehr spannend", erinnert sie sich. Im Schwestern- und Ärzteteam wurde sie sofort herzlich aufgenommen. Besonders hat sie die Dankbarkeit der kleinen und großen Patienten beeindruckt, die ohne die Hilfe des Vereins ein Leben lang wegen ihrer Entstellungen leiden müssten. Als die junge Frau wieder nach Hause kam, wusste sie: "Ich will dieses Projekt weiter unterstützen."
2500 Euro überwiesen


Dreimal hat sie seitdem auf dem Pündericher Straßenweinfest, zuletzt am vergangenen Wochenende, einen Stand aufgebaut, an dem sie selbst gestrickte, gehäkelte und gefilzte Mützen, Socken, Schals, Pantoffeln und lustige Figuren verkauft. Ihre Mutter Ursula strickt und filzt ebenso für die gute Sache, wie einige Bekannte und Freunde.
Inzwischen hat Nina Zimmer 2500 Euro direkt an das Krankenhaus überwiesen. Die Freude in der Klinik in Sankhu ist jedes Mal groß, wenn mal wieder ein Geldbetrag eintrifft.
Informationen zu dem Nepalprojekt des Vereins Interplast Germany gibt es im Internet unter folgender Adresse
www.nepalhospital.de