Disziplin: Sportplatz bauen

PANTENBURG. Pantenburg hat eine neue Rasensportanlage. Aus diesem Anlass lädt die DJK Pantenburg jetzt zu einem Sportfest vom 14. bis 16. Juli ein.

Zwar Rasen, aber durch die dauernde Belastung holprig und uneben: so präsentierte sich noch bis vor einem Jahr die Sportanlage der Pantenburger "Auf Tippenheck". Die herrliche Lage am Dorfrand, sogar von den Laufelder Nachbarn auf der anderen Dombachseite gut einsehbar, blieb deshalb in den letzten Jahren vor allem bei den Spitzenspielen der Spielgemeinschaft (SG) in der Landes- und Bezirksliga vielfach ungenutzt. Vorsitzender Stefan Weber: "Sowohl bei unseren Partnern in der SG in Manderscheid und Hasborn wie auch in vielen unserer Nachbarvereinen sind innerhalb der vergangenen Jahre unter großem finanziellen Aufwand erstklassige Rasenplätze entstanden. Wir Pantenburger bekamen deshalb kaum noch Heimspiele unserer Landes- und Bezirksligamannschaft zu sehen." Die öffentlichen Kassen waren alle leer

Das Problem wurde im DJK-Vorstand schnell Thema Nummer eins. Aber es wurde auch sehr schnell deutlich, dass die öffentlichen Kassen alle leer waren. "Also war uns allen klar: Wollte man in Pantenburg wieder Fußball unserer Ersten sehen, mussten wir nicht nur selbst zu Hacke und Schaufel greifen, um unseren Eigenanteil an der Finanzierung mit einzubringen, sondern auch jede unabdingbare professionelle Hilfe und das Material auch noch selbst finanzieren", sagte Weber. Die "Helfertruppe" war schnell zusammen, Gespräche mit den Banken und Sparkassen, dem Stromlieferant der Gemeinde und den ansässigen Firmen, befreundeten Arbeitgebern und vielen anderen wurden geführt. Das Fazit der Verantwortlichen der DJK zu Beginn des letzten Jahres: "Wir können uns an die Arbeit machen." Sehr schnell sammelte sich nach einem Aufruf des Vorsitzenden um Josef Becker, dem Platzwart der Anlage, ein Team von "Sportplatzbauern", die vor allem am Wochenende, aber auch abends in jeder freien Stunde "Auf Tippenheck" werkelte. Der holprige Rasen wurde total umgepflügt und von einer Fachfirma neu angelegt. Um die Folgekosten der für die Rasenanlage so wichtigen Wasserversorgung - "rund dreitausend Euro im Jahr", laut Weber - zu vermeiden, wurde ein Brunnen gebohrt, der aus 50 Meter Tiefe tagsüber in eine 10 000-Liter-fassenden Zisterne das Grundwasser sammelt, und dann nachts die Anlage bewässert. Die Umzäunung wurde verbessert, die Ersatzbänke erneuert. "Nach einem Jahr steht heute unsere Anlage und auch die Finanzierung." Stefan Weber ist stolz auf ,seine' Truppe, die ein wenig traurig ist, dass jetzt alles vorbei ist. "Vorarbeiter" Josef Becker: "Es war einfach toll, wie alle bei der Sache waren. Nie hat einer gefehlt." Peter Stolz, der schon in der 68er- Meistermannschaft gespielt hat: "Für mich war klar, dass ich dabei bin, wenn es darum geht, unseren Sportplatz wieder auf Vordermann zu bringen!" :

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