Festliche Musik mit Orgel und Trompete

Festliche Musik mit Orgel und Trompete

Royale Begegnung in der evangelischen Kirche Trarbach: Die Königin der Instrumente trifft auf das Instrument der Könige. Mit festlicher Barockmusik haben Christian von Blohn an der Johann-Niclas-Stumm-Orgel von 1750 und Robert Hofmann mit seiner Piccolo-Trompete für Begeisterung beim Publikum gesorgt.

Traben-Trarbach. Der Stumm-Orgelverein Rhaunen/Sulzbach hatte in Zusammenarbeit mit den 20. Internationalen Orgelfestwochen zu diesem außergewöhnlichen Klangerlebnis eingeladen. "Es war uns ein besonderes Anliegen, dieses Konzert hierher zu holen", sagte Heiner Schneider, Ehrenvorsitzender des Vereins. Die wertvolle Barockorgel war Ostern 2011 nach zweijähriger Restaurierung wieder eingeweiht worden.
Christian von Blohn ist hauptamtlicher Kirchenmusiker in St. Ingbert und Dekanatskantor. Robert Hofmann wirkt seit 17 Jahren als Solotrompeter bei der Deutschen Radio-Philharmonie in Saarbrücken. Beide Künstler erwiesen sich als überaus souveräne Meister ihres Faches, die mit ihrem glänzenden Zusammenspiel den Zuhörern fast den Atem raubten, so beim letzten Presto-Satz im Konzert für Orgel und Trompete von Alessandro Marcello (1684-1759).
Weitere hinreißende Konzerte von Tomaso Albinoni (1671-1750) und Pietro Baldassare (18. Jahrhundert) für beide Instrumente standen auf dem Programm, und die Piccolo-Trompete bestach mit ihrer strahlenden Klangschönheit an der Seite der Stumm-Orgel.
Einen großartigen Solo-Auftritt hatte Christian von Blohn mit der Toccata D-Dur von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und der berühmten Toccata d-Moll, dem "Wiener Schnitzel der Orgelmusik", wie es Schneider später salopp formulierte.
Da hieß es, den Atem anzuhalten und sich von den gewaltigen, das gesamte Kirchenschiff erfüllenden Orgelklängen mittragen zu lassen. Einen grandiosen Höhepunkt bildete auch Bachs "Air" aus der Suite Nr. 3 in D-Dur für Trompete und Orgel. Ein kompakter, überwältigender Konzertabend, der den Besuchern die Herzen öffnete. Sie dankten den sympathischen Künstlern mit langanhaltendem, begeisterten Beifall. GKB