Geburtstagsfeier in "Camelot"

GONZERATH. (urs) Kleine Burgfräulein und Rittersleut’ haben die Geburtstagsfeier der Gonzerather Kindertagesstätte gestaltet. Die Einrichtung besteht seit 25 Jahren.

Eine Ritterburg wünschen sich sicher viele Kinder zum Geburtstag. Doch in einer regelrechten Burganlage, wie sie neuerdings der Gonzerather Kindergarten sein eigen nennt, werden sich wohl nur die wenigsten austoben können. Von engagierten Eltern aus Holz erbaut, ragt das stolze "Camelot" pünktlich zum 25-jährigen Bestehen der Kindertagesstätte im Garten hoch empor. Und Leben ist auch schon eingekehrt in dem herrschaftlichen Gemäuer. Nicht nur, dass während der Woche reichlich Trubel auf Camelot herrscht. Die kleinen Burgfräulein und Rittersleute, die sich ursprünglich eigentlich nur ein Baumhaus gewünscht hatten, haben für ihr Fest auch gleich ein richtiges Theaterstück eingeübt. Bevor sie mit dessen Aufführung beginnen können, nehmen sie aber geduldig am Wortgottesdienst teil, den Pfarrer Georg Müller und Pastor Florian Brödner mit ihnen feiern. Auf die Frage, wofür sie wohl alle dankbar sein könnten, fallen den Kindern jede Menge Antworten ein. Während die Mädchen als erstes schätzen, dass sie ein Spiel aufführen dürfen und dieses Fest feiern können, denken die Jungs natürlich vor allem an die neue Ritterburg. Dennoch vergessen einige von ihnen nicht, dass es auch gewichtigere Anlässe für ein Danke gibt, nämlich dafür "dass wir leben", "dass wir atmen können" und "dass die Sonne scheint". Marga Fuchs, seit 15 Jahren Leiterin des Hauses, lässt anschließend dessen abwechslungsreiche Geschichte Revue passieren. Bevor das Dorf 1981 seinen eigenen Kindergarten baute, der zeitweise bis zu drei Gruppen hatte, musste der Nachwuchs nach Longkamp beziehungsweise bis nach Merscheid. Andererseits gingen in Gonzerath auch schon Kinder aus Wenigerath in den Kindergarten. Heute besuchen die zweigruppige Kindertagesstätte rund 40 Kinder. Sie können zwischen einem Vor- und Nachmittagsbesuch sowie alternativ einer Block-Betreuung bis 14 Uhr wählen. Ein großes Plus des Hauses ist laut Fuchs abgesehen von den rührigen Kindergarteneltern das gute Einvernehmen mit der Gemeinde Morbach, sowie Ortsvorsteher Dietmar Thömmes wie auch dessen Vorgänger Felix Assmann. Nach Überzeugung von Bürgermeister Gregor Eibes ist aber vor allem die Gemeinsamkeit entscheidend. "Was wäre das alles ohne die Eltern", würdigt er deren Engagement für die "wichtigsten Jahre eines Kindes".

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