Hundestaffel statt "Wasser marsch!"

Hundestaffel statt "Wasser marsch!"

PIESPORT/NEUMAGEN-DHRON. (urs) Gleich doppelt gefeiert haben die Wehren von Neumagen-Dhron. Im Rahmen des Verbandsgemeindefeuerwehrtages hat der Löschzug Niederemmel der Feuerwehr Piesport zu seinem 85. Geburtstag eingeladen.

Warum nicht mal einen etwas anderen Verbandsgemeindefeuerwehrtag ausrichten? Die Entscheidung der Neumagen-Dhroner Wehren, in dieser Hinsicht einmal neue Wege zu beschreiten, ist jedenfalls belohnt worden. Die ausrichtende Feuerwehr Piesport, Löschzug Niederemmel, sei mit dem Besuch zufrieden gewesen, zieht Wehrleiter Joachim Fischer eine positive Bilanz. Was natürlich nicht zuletzt mit dem zeitgleich gefeierten 85-jährigen Bestehen des Löschzugs zusammen hängen dürfte. Die Idee, den Besuchern statt Wettkampfübungen eine Vorführung der Rettungshundestaffel Eifel-Mosel zu bieten, begründet Fischer mit einem zu beobachtenden rückläufigen Interesse an den regulären Übungen. Die Zeiten von Schauübungen seien vorbei: "Das Interesse der Bevölkerung geht ja gegen Null", bilanziert er die Erfahrungen voriger Jahre. Da traf es sich gut, dass unmittelbar vor dem Gerätehaus des Löschzugs Niederemmel und zwar auf dem Piesporter Grundschulhof ein optimales Gelände für ein solches Programm zur Verfügung steht. Selbst auf einen Kommersabend hat die Wehr dieses Mal verzichtet und stattdessen ihre Aktiven lieber im Rahmen einer kleinen Feierstunde geehrt beziehungsweise befördert. So etwa den neuen Oberfeuerwehrmann Heiko Breuer und die drei frischgebackenen Feuerwehrmänner Mike Görgen, Oliver Maximini und Thomas Schmitt. Gratuliert haben zudem Kreisfeuerwehrinspekteur Willi Herres sowie Helmut Ludwig als erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde und Piesports Ortsbürgermeister Karl Heinz Knodt. Besonders stolz ist der Löschzug auf seinen Nachwuchs. Nach einer Löschübung unter Leitung von Jugendwart Remi Hüls hat Wehrführer Manfred Esseln den hoffnungsvollen Nachrückern die verdienten Jugendflamme-Urkunden überreicht. Gefeiert wurde aber nicht nur hinterher, sondern bereits an den Tagen zuvor, an denen eine Ein-Euro-Party auf dem Programm stand und die Scheunenmusikanten aufspielten.

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