In Greverath fließt am Wochenende der Viez

In Greverath fließt am Wochenende der Viez

Viezolympiade, bayerische Musik und gesellige Abende: Nach fünf Jahren ist es wieder so weit, und Greverath lädt zum Viezfest ein.

Niersbach-Greverath. Morgen zieht in Greverath der Duft von Hedelischkuchen durchs Dorf. Noch nie gehört? Diesen Kuchen gibt es nämlich nur in Greverath: ein Pfannkuchen, der mit Buchweizenmehl gebacken wird. Dazu gibt es jede Menge Viez - schließlich feiert die Gemeinde am Wochenende ihr Viezfest, das nur alle fünf Jahre veranstaltet wird. Die Stände sind am Samstag ab 16 Uhr geöffnet, um 20 Uhr beginnt der bayerische Stimmungsabend mit dem Musikverein Geisenried aus dem Allgäu. Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit dem Festgottesdienst. Ab 11.30 Uhr spielt der Musikverein Zemmer, und um 14 Uhr beginnt die Viezolympiade, bei der Mannschaften in - noch geheimen - Spielen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen müssen.
Der Musikverein Arenrath spielt ab 16.30 Uhr, die Musikvereine Geisenried und Niersbach-Greverath ab 18.30 Uhr.
Übrigens: Die Greverather haben ihren Namen Hedelischgibbscha vom Hedelisch. So heißt im Dialekt der Buchweizen, der trotz seines Namens kein Getreide ist, sondern verwandt mit Sauerampfer und Rhabarber. Früher hat man den Buchweizen gemäht, zu Garben gebunden und zu Kasten aufgestellt, erzählt Ortsbürgermeister Herbert Billen. "Ein Kasten besteht also aus mehreren Garben, eine Garbe wird auseinandergedrückt und als Schutz gegen Regen über die anderen gestülpt. Im Niederdeutschen war das dann ein ,Gippschen\' aus Hedelisch, also ein kleiner Kasten mit Buchweizengarben." Buchweizen wuchs auch auf kargen Böden, daher wurde er auch in Greverath angebaut. uq