Kapelle im Dornröschenschlaf

WITTLICH-WENGEROHR. (ger) Viele Jahre lag die alte Dorfkapelle im Dornröschenschlaf – jetzt soll sie zu neuem Leben erweckt werden. In Wengerohr wird am Montag, 13. November, ein Freundes- und Förderkreis gegründet.

Die alte Dorfkapelle in Wengerohr ist ein Kleinod im Wittlicher Stadtteil (der TV berichtete). Vielen Menschen ist sie unbekannt, wahrscheinlich sogar den meisten Wengerohrern, die in der Mehrzahl in den letzten Jahrzehnten in den größten Wittlicher Stadtteil gezogen sind. Viele Jahre, viel zu viele Jahre hat die Johanneskapelle ihr Dasein an der viel befahrenen Durchgangsstraße nach Bernkastel geführt, unbeachtet von den Tausenden, die täglich an ihr vorbei gefahren sind. Und auch heute noch ist sie im "Vorüberhuschen" kaum zu sehen. Denn sie liegt beinahe versteckt im Wengerohrer Altdorf. Aber die, selbst Jugendliche, die sie zufälligerweise entdecken, sind begeistert. Da stecke Potenzial in Wengerohr, kulturelles ebenso wie Gemeinschaft bildendes Potenzial. Das sehen auch so manche Alt-Wengerohrer, die sich noch an Gottesdienste in der ehemaligen Dorfkirche erinnern können. Daher rufen sie alle Menschen, die sich mit der Kapelle verbunden fühlen, sich für das Kleinod interessieren oder es einfach nur kennen lernen wollen, zur Gründung eines Freundes- und Förderkreises auf. Ideen und Anregungen sind willkommen

Die Gründungsversammlung findet am kommenden Montag, 13. November, 18 Uhr im Pfarrheim statt. Das Pfarrheim ist direkt an der Wengerohrer Pfarrkirche. Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Beraten werden Details zum neuen Förderkreis. Ideen und Anregungen sind willkommen und sollen während der Gründungsversammlung diskutiert werden. Interessierte Bürger aus Wengerohr und den Nachbarorten sind ebenso willkommen. Immerhin hat sich mittlerweile eine Gebetsgemeinschaft gebildet, die Menschen aus dem gesamten Dekanat Wittlich ansprechen will. Die Initiatoren des Förderkreises freuen sich über eine rege Teilnahme und vor allem über zukunftsorientierte Aktivitäten für ein jahrhundertealtes Kleinod. Manche Bewohner sehen sie als Wahrzeichen Wengerohrs an. Einen Eindruck von der ehemaligen Schönheit nicht nur der Kirche, sondern auch des Platzes rundum, vermittelt eines der schönsten Wegekreuze im Wittlicher Tal, das am Straßenrand platziert ist. Es stammt aus dem Jahre 1770. Vielleicht wird es ja nach Fertigstellung der Umgehungsstraße wieder romantischer und lebenswerter rund um die Kapelle, so hoffen die Wengerohrer. Der Platz vor der Kapelle ist Eigentum der Stadt und wird von dieser sauber gehalten. Die Kapelle selbst ist Eigentum der Pfarrgemeinde Wengerohr.