Kinheim erhält Urnenwand

KINHEIM. (khg) Obwohl der Gemeinderat im März den Endausbau des Baugebiets "auf Pesch" beschlossen hatte, baten die Anlieger des Bebauungsgebiets den Gemeinderat, seinen Beschluss noch einmal zu überdenken. Nun kam das Thema im Rat erneut zur Sprache.

Dabei wünschten die Anlieger vom Gemeinderat, er möge die Ausbauplanungen im Baugebiet ändern. So sollten aus Kostengründen in der Straße "auf Pesch" und in der Weingartenstraße nur einseitige Gehwege gebaut werden. Weiterhin waren die Anlieger der Auffassung, der Endausbau der Weingartenstraße in Richtung Kröv und die Flurstraße sollten zurückgestellt werden. Dabei sollten die Wieder- beziehungsweise Weiterverwendung vorhandener Bausubstanz berücksichtigt werden. Aufgrund der Änderungswünsche hatte Ortsbürgermeister Günter Jacoby vor der Ratssitzung zu einer Anliegerversammlung eingeladen. Hier konkretisierten die Bürger ihre Wünsche und Bedenken, die dann von den anwesenden Ingenieuren des Planungsbüros Max und Reihsner beantwortet wurden. Durch die Änderungswünsche sind nach Auskunft der Ingenieure keine Einsparungen zu erreichen. So blieb zum Schluss den Anliegern nur noch die Frage nach den Kosten. Auf Grund der öffentlichen Ausschreibungen taten sich die Ingenieure schwer, mit konkreten Zahlen aufzuwarten. In der anschließenden Gemeinderatssitzung bestätigte der Rat seinen bisherigen Beschluss. Bei einer Nichtinanspruchnahme der Landeszuweisung in Höhe von 15 000 Euro verfalle diese zum Jahresende, wurde weiter berichtet. Ratsmitglied Wilfried Servatius gab zu bedenken, dass neben dem Wegfall des Zuschusses eine Splittung des Endausbaus weitere Kosten für die Anlieger verursachen würde. Nur bei den geplanten Straßeneinfahrten beschloss der Gemeinderat, auf eine Pflasterbauweise zu verzichten und statt dessen Bitumen zu verarbeiten. Im weiteren Verlauf der Tagesordnung befasste sich der Gemeinderat mit der Errichtung einer Urnenwand auf dem Friedhof Kinheim. Durch die ständig steigende Zahl der Urnenbestattungen ist die Gemeinde gefordert, entsprechende Vorsorge zu treffen. Einig war man sich im Rat, eine Urnenwand an der Stirnseite des Friedhofs zu installieren. Die Wand soll insgesamt 18 Nischen (je drei übereinander) umfassen. Bisher ist der Gemeinde ein Modell mit mehreren Varianten vorgestellt worden, das insgesamt zirka 15 000 Euro kosten soll. Ortsbürgermeister Jacoby informierte den Rat, dass ein weiterer Anbieter ausfindig gemacht worden ist. Wenn sein Angebot vorliegt, will der Rat eine endgültige Entscheidung treffen.