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Neues Eventum lockt auch Spitzenbasketballer

Neues Eventum lockt auch Spitzenbasketballer

Nächster großer Tag für Wittlichs Großraumhalle: Am 31. August ist Basketball-Bundesligist TBB Trier zu Gast. Die Gage für die Spieler und ihre Gegner: ein Essen. Bleibt nur eine Frage: Wie kommen die langen Akteure in den engen Kabinen zurecht?

Wittlich. Die Basketball-Herren des Wittlicher Turnvereins (WTV), in der abgelaufenen Saison Zweiter in der Landesliga, würden gerne in die Oberliga aufsteigen. Ein wenig Anschauungsunterricht können sich die Spieler am 31. August holen. Dann kommt Bundesligist TBB Trier in die neue Großraumhalle Eventum. Die Trierer bereiten sich dort gegen den belgischen VOO Verviers-Pepinster auf die neue Saison vor. Der Bundesligist betrachte solche Spiele in der Region auch als Imagepflege, erläutert WTV-Spielertrainer Marko Laas. "Wittlich ist unser Einzugsgebiet. Und wir haben das Ziel, unsere Vorbereitungsspiele nicht nur in Trier auszutragen, sagt TBB-Geschäftsstellenleiter Bernd Haasenritter.Kleine Kabinen, gute Akustik


Das Eventum, erst wenige Monate alt, wird damit erneut zum Schauplatz eines sportlichen Großereignisses. Dort trug bereits die Lotto-Elf mit Fußball-Weltmeister Wolfgang Overath vor vollen Rängen ein Benefizspiel aus. Vergangenes Wochenende spielten Spitzenteams des Frauenhandballs dort um den Stelioplast-Cup, der vorher immer in der Halle der Berufsbildenden Schule überreicht wurde. Die neue Halle bringt also neue Möglichkeiten mit sich.
Die WTV-Basketballteams, Teil des 1300 Mitglieder umfassenden Vereins, trainieren und spielen bereits in der Halle "Sie ist super angenommen worden, auch von den Gastmannschaften", berichtet Marko Laas.
Einziges Manko seien die Kabinen. "Sie sind viel zu klein. Das war eine Fehlplanung", sagt der 35-Jährige. Es sei am falschen Ende gespart worden.
Dagegen sei die Akustik hervorragend. "Es macht Spaß in einer solchen Halle und auf neuem Parkett spielen zu können", fasst er seine Eindrücke zusammen.
Das sei das zweite sportliche Großereignis innerhalb von vier Wochen, das in der neuen Halle über die Bühne gehe, sagt Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadt.
Die Kontakte zwischen TBB und WTV knüpfte der Wittlicher Norbert Mögling, ein glühender Fan des Bundesligisten. Er und sein Sohn haben eine Dauerkarte für die Heimspiele in der Trierer Arena. "Jetzt hat Wittlich eine geeignete Halle, um solch ein Spiel austragen zu können", sagt er. Am 31. August werden vor dem TBB-Auftritt (19 Uhr) auch die WTV-Herren (16 Uhr) und ein Jugendteam des Vereins spielen (14 Uhr). In erster Linie sind die Gastgeber aber Organisatoren und Helfer. 25 bis 30 Leute werden im Einsatz sein und unter anderem Eintrittskarten, Getränke und Würstchen verkaufen. Norbert Mögling und seine Frau sind auch dabei.
Antrittsprämien bekommen die Profimannschaften nicht. "Nur ein Essen", sagt Laas. Einzige Bedingung der Trierer: drei Bundesliga-Schiedsrichter sollen das Spiel leiten.
Der WTV muss unter anderem aus dem Eintrittsgeld die Hallenmiete (250 Euro plus Mehrwertsteuer), die Kosten für Schiedsrichter (mehrere Hundert Euro), den Hallensprecher, Rettungskräfte und Verpflegung bestreiten. Der Eintritt kostet neun Euro (Abendkasse zehn Euro). Jugendliche zahlen fünf beziehungsweise sechs Euro. Sponsoren minimieren, so Laas, das finanzielle Risiko.
700 Karten sind gedruckt worden. Etwa 1000 Zuschauer passen bei solch einem Spiel in die Halle. Wie viele Leute kommen, weiß Laas nicht, weil es noch keine vergleichbare Veranstaltung gab. Am gleichen Tag ist das Weinfest der Mittelmosel in Bernkastel-Kues.
"Der Spieltermin war aber vorgegeben", sagt Laas. Er ist guten Mutes, dass auch noch etwas Geld für den Verein übrig bleibt. Norbert Mögling ist optimistisch: "Mein Tipp: Die Halle wird ausverkauft sein."
Karten gibt es beim Kulturamt Wittlich, bei der Sparkasse, bei Betten Kranz und in der Arena Trier.