Neues Gesicht fürs Moselvorgelände

Neues Gesicht fürs Moselvorgelände

Im Lösnicher Moselvorgelände wird sich möglicherweise noch in diesem Jahr einiges tun. Nach dem Kauf des zuvor bundeseigenen Areals will die Gemeinde dort Parkplätze anlegen und einen Dorfplatz.

Lösnich. (urs) Ein lang gehegter Wunsch kann in Lösnich endlich in die Tat umgesetzt werden. Nachdem die Gemeinde im vorigen Jahr das ehemalige Bahngelände erworben hat, soll das einstige bundeseigene Areal völlig neu gestaltet werden. Für das Anlegen von Parkflächen und eines Dorfplatzes sind 100 000 Euro im Haushalt eingestellt. Die Zuschussanträge seien bereits 2007 gestellt worden, sagt Ortsbürgermeister Norbert Franz. Er hofft auf grünes Licht für einen vorzeitigen Baubeginn. Die Verpachtung eines Teils der circa 30 Parkplätze soll der Gemeinde zusätzliche Einnahmen bringen. Konkrete Anfragen liegen laut Franz bereits vor. Neben diesem zentralen Projekt steht ebenfalls im Zusammenhang mit dem Geländekauf die Erschließung des Neubaugebietes "Auf der Eichwies" in Aussicht. Die vier Bauplätze in Richtung Kindel bezeichnet Franz als "Orts-Abrundung". Für Planungskosten stehen im Haushalt 10 000 Euro bereit. Beträge in gleicher Höhe sind für die schon beauftragte Gehwegverlängerung der Hauptstraße einkalkuliert sowie für den Ausbau des Kindergartens Zeltingen und die Sanierung der Bürgerhauswohnung. 5000 Euro wird ein Herzenswunsch der Gemeinde kosten, ein Schild "Lösnicher Försterlay". "Damit man sieht, wo unsere beste Lage ist", begründet Franz. Weitere je 5000 Euro sind als Zuschuss für die Sanierung der Kirche eingeplant sowie für die bereits eingebaute neue Bürgerhaus-Küche. Außerdem stehen 3000 Euro für den Kinderspielplatz bereit. Ansonsten stecken im Vermögenshaushalt mit einem Volumen von 185 000 Euro vor allem rund 18 000 Euro an Tilgung.Mit den geplanten Investitionen werden sich die Schulden der Gemeinde Euro auf 237 000 Euro erhöhen. Bei 440 Bürgern sind das Pro-Kopf 538 Euro. Der Landesschnitt vergleichbar großer Orte liegt bei 305 Euro. Laut Kämmerer Günter Wagner macht sich aber auch in Lösnich die konjunkturelle Belebung bemerkbar. Dies zeige sich insbesondere an der gegenüber 2007 um fast 9000 Euro höheren Einkommensteuer. Da auch die Schlüsselzuweisungen höher ausfallen, ergibt sich bei den Steuern und Umlagen ein Überschuss von 95 000 Euro. Dennoch schafft Lösnich nicht den Ausgleich. Bei 385 500 Euro Einnahmen und 397 500 Ausgaben fehlen im Verwaltungshaushalt 12 000 Euro. Allerdings stecken darin 24 000 Euro an Altlasten aus dem Jahr 2006. Die Bürger müssen daher nicht mit höheren Steuern und Gebühren rechnen, sondern nur mit einer Anpassung der Heizungs- und Strom-Pauschale für den Bürgersaal. Als eine verlässliche Einnahmequelle hat sich der Wohnmobilstellplatz erwiesen. Die Einnahmen tragen mit dazu bei, dass das für 2007 kalkulierte Defizit um 14 000 Euro niedriger ausfallen wird.