Sicherheit geht vor

BERNKASTEL-KUES. (cb) Die Pyramiden-Pappel am Nikolaus-Hospital steht an exponierter Stelle. Um sie zu schneiden, war eine größere Aktion erforderlich.

Forstwirt Lothar Klink hatte am Montagmorgen einen luftigen Arbeitsplatz. Sein Revier war die circa 25 Meter hohe Pyramiden-Pappel, die an der Cusanusstraße in Bernkastel-Kues beim Nikolaus-Hospital ihren Platz hat. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, schnitt er in dichtem Schneetreiben trockene Äste ab und entfernte Äste, die abzubrechen drohten. "Zweimal im Jahr überprüfen wir, ob die Bäume eine Gefahr darstellen", erläuterte Revierförster Hans-Peter Schimpgen, der die Aktion leitete. Um den Baumschnitt zu ermöglichen, musste ein Hydraulik-Kran-Kran einer Trierer Spezialfirma angefordert werden. An diesem Kran ist ein Personenkorb befestigt, aus dem heraus Klink seine Arbeit an dem circa 40 Jahre alten Baum verrichtete. Die gesamte Aktion dauerte drei Stunden. Den Verkehr auf der viel befahrenen Cusanusstraße regelten in dieser Zeit Forstmitarbeiter. In der heißen Arbeitsphase wurde die Straße mehrfach für einige Minuten vollständig gesperrt. Dadurch kam es zu Rückstaus. Um sie möglichst gering zu halten, sei die Aktion am Nikolaus-Hospital erst nach Ende des morgendlichen Berufsverkehrs angelaufen und bis Schulschluss im Kueser Schulzentrum beendet gewesen, sagte Schimpgen. Dass solche Arbeiten an exponierter Stelle im Winter ablaufen, hat seinen Sinn. "Wir legen sie außerhalb der Tourismus-Saison", erläuterte Schimpgen. Manch Hup-Ton war am Montagmorgen trotzdem zu hören. Schimpgen: "Die Leute haben keine Zeit mehr." Verbale Proteste genervter Autofahrer habe es aber nicht gegeben.