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Sommerbühne in Bernkastel-Kues bietet viel Musik

Kultur : Von Rockabilly bis Schlager

Musikalische Vielfalt auf wechselnden Plätzen: Das ist das Konzept der Open-Air-Sommerbühne in Bernkastel-Kues, die heute wieder startet. Warum es seit Jahren beim Publikum gut ankommt, verraten die Macher.

Mit einem Auftritt der Rockabilly Hellraisers heute Abend als Hauptband startet die Sommerbühne Bernkastel-Kues auf der Burg Landshut ihre diesjährige Open-Air-Reihe, die am 23. August endet. Die Veranstaltungsreihe hat mittlerweile einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Region.

 Frank Hoffmann von der Event­agentur Bejoynt, die im Auftrag der Stadt arbeitet, erkärt das Konzept: „Wir machen die Sommerbühne nun im siebten Jahr nach bewährtem Konzept. Bis vor dem Weinfest gibt es an zehn aufeinanderfolgenden Donnerstagen Live-Musik mit jeweils Vorband und Hauptband an verschiedenen Plätzen, bei freiem Eintritt.“

Grundgedanke sei gewesen, vor allem den Bernkastel-Kuesern selbst während des Sommers innerhalb der Woche ein kulturelles Angebot zu bieten. „Deshalb sind wir immer an verschiedenen Plätzen. Dieses Jahr gibt es insgesamt neun Veranstaltungsorte an zehn Terminen immer am Donnerstag, jeweils von 18 bis 22 Uhr, mit 20 Bands. Der Marktplatz wird doppelt bespielt, weil er die gute Stube der Stadt ist. Ansonsten sind die Plätze auf Bernkastel und auf Kues verteilt“, sagt Hoffmann. Das Budget der Veranstaltungsreihe belaufe sich auf 45 000 Euro, wovon rund 10 000 Euro von der Stadt übernommen werden, 15 000 Euro von Gastronomen und der übrigen Anteil von Sponsoren. „Viele regionale Firmen unterstützen das. Manche Chefs kommen auch mit ihren Mitarbeitern in Form eines After Work Event vorbei,“ erklärt Hoffmann. Er schätzt, dass rund 80 Prozent der Besucher dieser Veranstaltungsreihe Einheimische sind, an die sich das Angebot auch in erster Linie richte. Uwe Hoffmann, künstlerischer Leiter des Programms, stimmt dem zu: „Es gibt mittlerweile kleine Fanclubs, zum Beispiel aus der Morbacher Kante, die als Fahrgemeinschaft hierherkommen.“

Den Erfolg des Konzepts erklärt er auch mit dem Musikprogramm: „Wir achten darauf, dass wir in allen musikalischen Richtungen unterwegs sind. Am Bärenbrunnen ist zum Beispiel immer Schlager angesagt, am Bahnhof Cues eher Jazz. Seit vergangenem Jahr bereichert auch die Burg Landshut das Angebot - sie ist eine schöne Location.“

Das Musikprogramm decke ein breites Spektrum ab, so Hoffmann. Unter anderem sei die Gitarrenlegende Ali Claudi dabei. Er gilt als Deutschlands dienstältester Jazzgitarrist und mache schon seit Jahren immer wieder in Bernkastel Urlaub. Nun kommt er auch beruflich, um sein Können zu zeigen. Er wird am 28. Juni ab 18 Uhr auf dem Marktplatz spielen, anschließend treten Opal Ocean aus Australien auf - ein Akustik-Gitarrenduo, das Flamenco, Rumba, Progressive-Rock und Akustik-Metal im Gepäck hat.

„Wir planen ganz bewusst konträre Musikrichtungen zwischen der Vorgruppe und dem Hauptact,“ erklärt Uwe Hoffmann das Programm. So sollen Fans unterschiedlicher Musikrichtungen zusammengeführt werden. Aber nicht nur internationale Bands sind vertreten, auch Musiker aus der Region sind im Programm. So zum Beispiel Bump City (19. Juli), eine elfköpfige Funk- und Soulband mit druckvoller Blasmusik, deren Mitglieder vom Luxemburger Konservatorium kommen. Weitere Highlights sind „The Blues Company“ auf ihrer 40-Jahre-Tour, „Centurie’s Crime“, die Supertramp Tribute Band, „Journeye“, die originalgetreues Tribute tot he musik of Journey, Die „Wonderfrolleins“ mit Schlagerprogramm und „Jam Planet“, die ein Kult-Rock-Programm präsentieren.