Straßenbau und Matheiser Hof

Mit dem Ausbau von Fischer- und Ringstraße sowie einer neuen Heizungsanlage für den Matheiser Hof investiert die Gemeinde Graach in die Verbesserung ihrer Infrastruktur.

Graach. In diesem Jahr wird es in Graach endlich Ernst mit dem Ausbau von Fischer- und Ringstraße. In der Fischerstraße haben die Arbeiten bereits begonnen. Rund 70 000 Euro sind für jede der beiden Seitenstraßen im Haushaltplan 2009 eingestellt. Im vorigen Jahr seien die Arbeiten nicht genehmigt worden, begründet Ortsbürgermeister Werner Geller die Verzögerung. Die beiden Posten sind jedoch nicht die einzigen des Investitionspaketes in Höhe von 175 000 Euro.

So soll der Matheiser Hof für 25 000 Euro einen neuen Heizkessel erhalten sowie neue Heizkörper für Halle, Musikerprobenraum und Jugendraum. Den Auftrag dafür hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der Monzelfelder Firma Thomas erteilt. Im Dezember haben ehrenamtliche Helfer der Matheiser Halle noch einen frischen Innenanstrich verpasst.

231 Stunden wurden dafür unentgeltlich geleistet, hebt Geller hervor. Darüber hinaus stehen 2009 nur kleinere Projekte auf der Wunschliste der Gemeinde. So etwa der Kauf eines etwa 5000 Euro teuren Begrüßungsschildes am Ortseingang aus Richtung Wehlen. Auch an die schon für 2008 geplante Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Graacher Schäferei soll die Reihe kommen. Das sei aber Sache des Stromversorgers, der dort noch andere Arbeiten auszuführen habe, hofft Geller auf eine schnelle Erledigung. In Graach selbst ist zudem an Hundetoiletten entlang der Mosel gedacht. 4000 Euro sind dafür im Haushalt veranschlagt. Ein Hundehalter habe das mit Hinweis auf die Steuerzahlungen angeregt, erklärt Geller.

Gebühren- und Steuer-Erhöhungen stehen den Bürgern nicht ins Haus. Dabei muss die Gemeinde sich schon plagen. Für die Pflichtaufgaben fehlen bei 584 320 Euro Erträgen und 609 440 Aufwendungen 25 120 Euro. Dieses Defizit wird sich zudem erhöhen. Denn erforderliche vorsorgliche Abschreibungen wie für künftige Reparaturen oder Neuanschaffung sind darin noch nicht enthalten.

Ein Teil des Defizits resultiert laut Kämmerer Günter Wagner aus höheren Umlagen an Kreis und Verbandsgemeinde - ein Ergebnis besserer Steuerkraftzahlen. Gleichzeitig erhält Graach etwa 8700 Euro weniger Einkommenssteuer, die mit dazu beitragen, dass der Topf für Steuern und Umlagen im Vergleich zum Vorjahr mit annähernd 30 000 Euro weniger gefüllt ist. Die Schulden der Gemeinde - aktuell rund 160 000 Euro - bedeuten für die Bürger eine Pro-Kopf-Belastung von 224 Euro, die 90 Euro unter dem Landesschnitt liegt.