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Wenn's tagsüber brennt, wird's eng

Wenn's tagsüber brennt, wird's eng

Mit 60 Einsätzen hatte die Stützpunktwehr Thalfang ein eher durchschnittliches Jahr 2008. Was die Feuerwehrführung um Roland Sommerfeld mehr sorgt, ist die Rekrutierung des Nachwuchses. Doch es gibt auch positive Nachrichten: Der Erweiterungsbau der Stützpunktwehr ist genehmigt.

Thalfang. Vom Großbrand bei der Firma Felke in Hermeskeil über einen Verkehrsunfall mit einem Toten auf der Landstraße bei Berglicht bis zur Bergung eines Tresors im Langemer Bach - die Stützpunktfeuerwehr in Thalfang beherrscht jeden nur erdenklichen Ernstfall.

"Die Einsätze gehen immer mehr in Richtung technische Hilfeleistung", weiß Schriftführer Thomas Kirst. Unwetter und die zunehmende Verkehrsbelastung der Hunsrückhöhenstraße nahmen in den vergangenen Jahren stark zu.

"Unsere Arbeit geht Hand in Hand mit den Wehren der Ortsgemeinden", unterstreicht der stellvertretende Wehrführer Timo Haink. Wer zuerst am Einsatzort ist, trage eine große Verantwortung für den Ablauf des Einsatzes.

Die Stützpunktwehr Thalfang hat 2008 bei Festveranstaltungen 576 Stunden, bei Übungen 1620 Stunden und bei Arbeitseinsätzen 512 Stunden geleistet. Alle Einsätze dauerten zusammengerechnet 150 Stunden.

"Mit 60 Einsätzen war 2008 eher ein durchschnittliches Jahr", urteilt Timo Haink. Überdurchschnittlich ist jedoch die Aus- und Fortbildung: "Alle 44 Aktiven haben Lehrgänge besucht, und die Spezialisierung von Fachleuten schreitet weiter voran", sagt Haink mit Stolz. Derzeit ist auch Wehrführer Michael Schäfer auf einem Weiterbildungskurs.

Mit den wachsenden Aufgaben wächst auch der Platzbedarf der Stützpunktwehr. Jetzt kam die frohe Botschaft aus dem Mainzer Innenministerium: Der Anbau für 510 000 Euro ist genehmigt. "Noch im Sommer soll Baubeginn sein", freut sich Haink. Das bringe eine neue Stellfläche für ein Einsatzfahrzeug, neue Werkstätten und Schulungsräume für die Feuerwehrjugend.

Begeisterung für die Wehr wecken



Bei der Nachwuchswerbung geht die Thalfanger Feuerwehr jetzt neue Wege: Am 6. und 7. Juni gibt es zwei ganz besondere Feuerwehr-Aktionstage. "Das Problem ist, tagsüber bekommen wir im Ernstfall kaum mehr als neun bis zehn Leute zusammen. Da hilft uns oft die Wehr in Bäsch", erklärt Haink. Viele Aktive arbeiten einfach zu weit außerhalb oder im Schichtdienst. Die Begeisterung für die Wehr soll an beiden Aktionstagen auf ganz besondere Weise geweckt werden: Die Besucher dürfen selbst Hand anlegen. Nach kurzer Einweisung kann jedermann Feuer löschen, ein Auto zerlegen oder einen Haushaltsbrand bekämpfen. "Das gab es bislang noch nirgendwo", da ist sich Timo Haink ganz sicher.

EXTRA

Wenn's tagsüber brennt, wird's eng
Wenn's tagsüber brennt, wird's eng

Unterhaltung und "Action" rund ums Feuerwehrgerätehaus Am Samstag, 6. Juni, wird ab 18 Uhr bei einer "Spanischen Nacht" erst einmal an der Strandbar gefeiert. Um 21 Uhr steigt die Strandparty mit Stimmungsmusik. Der Feuerwehraktionstag beginnt um 11 Uhr. Selbst ist der Feuerwehrmann, heißt es dann. Unter Anleitung der Fachleute können Besucher Feuerwehrgeräte bedienen und Löschübungen an einer Brandsimulationsanlage durchführen. Auch für die kleinen Gäste gibt es ein großes Mitmachprogramm und eine Riesen-Springburg. Es wird außerdem über Feuerlöscher und Rauchmelder informiert. (doth)