Windkraft

Zur Diskussion um die Windkraft in der Verbandsgemeinde Thalfang meint dieser Leser:

Wer die Atomkraftwerke für zu gefährlich hält, wird nicht grundsätzlich gegen Windkraft sein. Doch in unserer Verbandsgemeinde droht ohne Not eine schlimme Verschandelung der Landschaft. Wie stark der Klimawandel sein wird, ist bekanntlich selbst unter Klimaforschern umstritten. Selbst der Weltklima-Rat musste zugeben, dass sich die Erdatmosphäre in den letzten 15 Jahren trotz boomender Konjunktur in Deutschland und China nicht mehr erwärmt hat. In der Verbandsgemeinde Thalfang erzeugen die vorhandenen 15 Windkraftanlagen nach Angaben des Betreibers durchschnittlich schon mehr Strom - für etwa 11 000 Haushalte -, als bei uns verbraucht wird. Dennoch sollen 35 zusätzliche Windräder mit einer Höhe von fast 200 Metern errichtet werden. Unsere Kommunalpolitiker, die in der Vergangenheit fröhlich Schulden gemacht haben und hauptsächlich an Geldeinnahmen interessiert sind, sehen in den Anlagen eine schöne, vom Stromkunden hochsubventionierte Einnahmequelle. Ob dies energiepolitisch sinnvoll ist, ob der Wind auch immer weht, wer sonst die Grundlast der Stromversorgung garantiert, welche Auswirkung diese Verspargelung der Landschaft auf die Immobilienpreise und den Tourismus haben könnte, wird wenig gefragt. Der Hunsrück verkauft in einer Art Umwelt-Ablasshandel seine Landschaft und damit seine Seele. Und falsche Weltuntergangspropheten zerstören so gerade die Natur, die sie zu retten vorgeben. Widersprüchlicher geht\'s nicht - wo bleibt die Vernunft? Winfrid Krause, Thalfang