Wohltemperiertes Filmvergnügen

BERNKASTEL-KUES. Filmgenuss in prima Kino-Klima: Eine weitere große Investition stand in diesem Jahr im Mosel-Kino an: die Installation einer neuen modernen Heizungs- und Lüftungsanlage mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 135000 Euro.

Beim Ortstermin erläuterte Jochen Faas vom Wittlicher Planungsbüro "Berens und Friedrich" die Anlage den Mitgliedern des Beirates Mosel-Kino. "Mit der neuen Anlage wurde ein Raumklima-Controlling geschaffen, das ein auf jeden der drei verschieden großen Kinosäle abgestimmtes, individuelles und angenehmes Klima garantiert", unterstrich Hermann Lewen, Geschäftsführer des Mosel-Kinos. In der Vergangenheit habe es immer wieder von den Besuchern erhebliche Kritik an der "Raumwärme" beziehungsweise "Raumkälte" gegeben. Aufgrund der verschiedenen Heizkreise können nun in jedem einzelnen Kinoraum unabhängig voneinander Heizung und Lüftung betrieben werden.Nächster Schritt: Einbau eines Fahrstuhls

Zudem wird die neue zentrale Heizungs- und Lüftungsanlage unter energiesparenden Gesichtspunkten und nach den neuesten Abgas-Normen betrieben. "Der Kinobetrieb wurde beim Umbau nicht gestört", machte Faas den Ausführenden ein Kompliment. Als weitere Maßnahme zur Sicherheit der Besucher kam im letzten Jahr auch eine neue Fluchtwegsicherung hinzu. Die Kinobesucher wissen die neue wohlige Atmosphäre in den Sälen zu schätzen. Erfreut sich doch das Mosel-Kino, das heute in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde liegt, wachsender Beliebtheit bei Groß und Klein. Ein Kino gibt es bereits seit über 80 Jahren in der Stadt. Im März 1920 eröffnete das erste Bernkasteler Lichtspielhaus in der Hebegasse im Restaurant Ortmann. Spannende Filmdramen oder Lustspiele wechselten sich mit ergreifenden Filmschauspielen ab. Zu Beginn der 30er Jahre hielt dann der Tonfilm Einzug in das Bernkasteler Kino und ab 1933 wurde auch in Bernkastel das Kino zu einem Ort der Propaganda und Umerziehung missbraucht. Im Jahre 1938 erwarb Joseph Loth von der Casino-Gesellschaft das heutige Gebäude in der Schanzstraße. Bekannt sind sicherlich noch vielen die besonderen Filmreihen, die ab 1966 im Casino-Filmtheater liefen, wie etwa die "Aktion 365" mit einem monatlichen "Film der Auslese".Viel hat sich verändert, seit vor über 80 Jahren die bewegten Bilder in Bernkastel-Kues Einzug hielten. Das Kino ist heute in kommunaler Trägerschaft, es dient Besuchern aller Altersschichten zur Freizeitgestaltung, zum Vergnügen und auch zur kritischen Auseinandersetzung - dazu trägt das vielfältige Filmangebot bei. Brandaktuelle Filme, Filmkunsttage, Kinderkino, Rollenwechsel - Kirche im Kino, Matinees und immer wieder besondere Filmreihen, die spezielle Gruppen ansprechen , machen das Mosel-Kino zu einem, beliebten Treff.Drei Säle (alle Nichtraucher-Kino) mit jeweils 120, 90 sowie 45 Plätzen bieten gemütlichen Kinospaß. "Ich halte die jüngste Investition für sehr wichtig", betonte Verbandsbürgmeister Ulf Hangert. Hier wurde in die Zukunft zum Wohle der Besucher investiert. Zu beachten sei der jugend- und familienpolitische sowie auch der städtebauliche Aspekt. Hangert: "Ich freue mich, dass die Gremien hier mitgezogen haben". Und noch weitere wichtige bauliche Maßnahmen stehen an.Geplant sind der dringend notwendige Umbau von Foyer und Terrasse und der Einbau eines Fahrstuhls, damit in Zukunft jeder in den Genuss von Kinospaß kommen kann.