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Autor taucht ab in Traben-Trarbachs Unterwelt

Autor Jens Buchner will seine Leser hineinlocken in die geheimnisvolle Geschichte um „Die Maske des Buddhas"´, die auch im Traben-Trarbacher Buddha-Museum spielt. TV-Foto: Ursula Schmieder
Autor Jens Buchner will seine Leser hineinlocken in die geheimnisvolle Geschichte um „Die Maske des Buddhas"´, die auch im Traben-Trarbacher Buddha-Museum spielt. TV-Foto: Ursula Schmieder
Traben-Trarbach. Es ist nicht nur der erste Traben-Trarbach-Krimi. Mit "Die Maske des Buddhas" gibt Jens Buchner auch sein Debüt als Krimiautor. Gleichzeitig beweist sich der Historiker, Journalist und "PR-Mensch" als echter Kenner seiner Wahlheimat. Ursula Schmieder

Traben-Trarbach. Die Helden von Jens Buchners "Die Maske des Buddhas" lassen sich nicht Bange machen. Weder vom bösen Fluch, der die Menschen in der Jugendstilstadt in Bann hält, noch vom Dickicht aus Intrigen, Götzen, Geschäften und Kult. Journalist Jonas und sein Mops Möppel machen sich auf, das eine zu bannen und das andere zu durchdringen. Gemeinsam spüren sie dem Geheimnis nach, was sie von der Mosel nach Asien und Mittelamerika führt.
Verliese und Mausoleen


Dabei tauchen sie nicht nur ab in mystische Epochen, sondern auch in Traben-Trarbachs Unterwelt. Und die hat nicht nur unzählige Weinkeller zu bieten, sondern wartet auch mit Verliesen und Mausoleen auf. Dazwischen zieht es sie mal an die Mosel, mal hinauf zur Grevenburg und dann wieder durch enge Gassen hinab zum Buddha-Museum und gar bis nach Merl und Ürzig.
Ihre wie ein roter Faden durch das Buch (siehe Extra) führenden abwechslungsreichen Exkursionen nennen sich nicht ohne Grund Moselkrimi-Stadtführer. Zumal Buchner diese Rolle ebenso beherrscht wie das Schreiben. Der Historiker ist Autor wissenschaftlicher Arbeiten und der Stadtgeschichte Horn-Bad Meinbergs, arbeitet als Journalist und war Öffentlichkeitsreferent der Stadtwerke Köln. Seit er vor zwei Jahren nach Traben-Trarbach, der Heimat seiner Frau, umzog, ist er zudem als Gästeführer sowie als Kultur- und Weinbotschafter aktiv. Nebenbei engagiert er sich als ehrenamtlicher Geistlicher, Prädikant, in der Evangelischen Kirchengemeinde Traben-Trarbach.
Von seiner Wahlheimat ist der 51-Jährige schlichtweg fasziniert. Sie biete Natur und Kultur, Geschichte und dann das inspirierende Licht und die Energie des Moseltals. All das mache etwas mit Menschen, nehme Beziehungen auf. Daher ist die Gegend für ihn "wundervoll, einfach poetisch". Und das will er auch anderen, Urlaubern wie Einheimischen, vermitteln. Mit den sich aneinanderreihenden Bildern der spannenden Episoden durch Stadt und Umland lädt er sie ein, "die Fantasie schweifen zu lassen". Der Leser soll selbst miteinsteigen wollen in die Geschichte, die der Autor nicht nur als Krimi und Stadtführer versteht, sondern auch als "Geschichtsspaß". Daher steht schon heute für ihn fest, dass es nicht bei dem einen Werk bleiben soll. Ihm schwebt vielmehr eine Trilogie vor, bei der dann - wie könnte es anders sein - die Festung Mont Royal eine entscheidende Rolle spielen soll.Extra

Der Moselkrimi-Stadtführer umfasst insgesamt 14 Sehenswürdigkeiten, über die ein Anhang mit Tipps, Fotos und Stadtplanausschnitten informiert. So ist etwa zum Buddha-Museum zu lesen, dass die ursprüngliche Kellerei Julius Kayser 1905 zu den modernsten ihrer Zeit zählte und der Berliner Jugendstil-Architekt Bruno Möhring für den Bau 2600 Skizzen anfertigte. "Die Maske des Buddhas" ist im Buchhandel für 12,80 Euro erhältlich (ISBN-Nummer 978-3-00-043660-4). Mit seinem Stadtgeschichten Verlag plant Geschäftsführer Jens Buchner Krimiführungen für Fans von Traben-Trarbach. Für die Adventssonntage sind zudem im Rahmen des Mosel-Wein-Nachts-Marktes Krimi-Matineen vorgesehen (Weingut Emil Franz). urs