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Kolumne Eifel-Einsichten
Helene und Josef misten aus

FOTO: TV / Klaus Kimmling
Schlimm, Leute, ganz schlimm! Schlimmschlimmschlimm! Schon gehört? Ein Herzbeben geht durchs Land! Atemlos stehen wir vor den Trümmern einer Traumverbindung! Weil ... also, die Helene jetzt, die hat doch vorgestern uns alle wissen lassen, dass sie und der Florian von nun an „getrennte Wege als Paar“ gehen werden.
Fritz-Peter Linden

Ich versuche mir die ganze Zeit vorzustellen, wie das physikalisch möglich ist, aber da meldet sich schon der Silbereisen und verkündet: Keine Angst, man wolle trotzdem im Fernsehen irgendwann wieder eine gemeinsame Show machen. Das heißt: Für die zwei ist das Elend vorbei, für uns Zuschauer geht es weiter.

Helene, ich hätt‘s dir gleich sagen können: Männer, die ihre Stimme tiefer stellen, gleichzeitig aber ihre Jackett-Ärmel hochschieben, die sind zu meiden. Immer. Helene hofft unterdessen, „dass die Zeit die Wunden heilt und somit auch Seelenfrieden für diejenigen einkehrt, die betroffen zurück bleiben“. Äh, wer jetzt ... der Flori? Oder wir?

So mit ein bisschen Abstand denke ich: Menschen, die „somit“ schreiben, sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Trotzdem hat sich Frau Fischer schon direkt wieder einen Neuen ge-haha-angelt. Und der Flori? Findet, der sei „ein toller Kerl“. Und dass er den beiden „ganz viel Glück“ wünsche. Was eben Männer so sagen, die ihre Jackenärmel hochschieben.

Tröstlich ist es natürlich doch, dass die Republik offenbar nichts Wichtigeres kennt als die Fischer-Silbereisen-Separation, während die Welt den Abguss runterrauscht.

Und das auch noch so kurz vorm Fest. Ah, apropos, Erlösung naht, denn da erreicht mich doch auf dem klassischen Postweg ein lieber Weihnachtsgruß von Johanna Dichter aus Roth an der Our! Toll, sie erinnert sich darin nämlich an die Feiertage 1985: „Unser damals vierjähriger Sohn hatte am zweiten Weihnachtstag morgens früh alle Krippenfiguren samt Ochs und Esel und Schafen aus dem Stall geräumt“, schreibt Johanna. Und auf die Frage der Eltern, was dieses Arrangement denn zu bedeuten habe, „erklärte er fachmännisch: ,De Juusep as um Masten‘“ (also am ausmisten). Sauber, Johanna, danke!

Und euch, Leser, sei deshalb gesagt: Ihr seid alles tolle Kerle und Kerlinnen. Ich wünsche euch ganz viel Glück.

Und somit: Prosit. Und frohe Weihnachten. Et jit net jerannt.