Amtsenthobener Priester: Bistum Trier schweigt zum weiteren Vorgehen

Amtsenthobener Priester: Bistum Trier schweigt zum weiteren Vorgehen

Der vom Trierer Bischof Stephan Ackermann seines Amtes enthobene saarländische Pfarrer Christoph Eckert hat seinen neuen Job bislang nicht angetreten. Und das Bistum schweigt sich darüber aus, ob der 50-Jährige gegen die Amtsenthebung vorgeht.

Die Frist ist verstrichen: Wenn der beim Bischof in Ungnade gefallene saarländische Geistliche Christoph Eckert gegen die Entscheidung seines Trierer Oberhirten vorgehen wollte, hatte er dazu zehn Tage Zeit. Am Samstag vor zwei Wochen wurde dem 50-Jährigen von Generalvikar Georg Bätzing das Bischofsdekret überreicht; spätestens Mitte vergangener Woche hätte Eckert dagegen schriftlich protestieren müssen. So steht es im Kirchenrecht. Erst danach dürfte der mit Spaltungsvorwürfen konfrontierte Pfarrer beim Vatikan Beschwerde einlegen.

Doch die Frage, ob ein entsprechender Antrag Eckerts im Generalvikariat eingegangen ist, quittiert Bischofssprecher André Uzulis mit Schweigen. "Das ist eine interne Personalangelegenheit, dazu äußern wir uns nicht", sagte der ansonsten weniger schweigsame Uzulis auf Anfrage unserer Zeitung.

Eckert selbst ist nicht zu erreichen, darf sich derzeit angeblich auch zur Sache nicht äußern, weil ihm das Bistum einen Maulkorb verpasst haben soll. Seinen neuen Job als Kooperator im Dekanat Birkenfeld hat Eckert bis dato jedenfalls nicht angetreten. Er sei krankgeschrieben, heißt es.

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