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Die Schüler der Grundschule Heiligkreuz versuchen sich als Künstler und Aussteller

Pädagogik : Trierer Grundschüler machen Kunst und stellen sie bald aus

Die Schüler aus drei Klassen der Grundschule Heiligkreuz haben das Klassenzimmer verlassen, um mit einem Trierer Künstler selbst Kunst zu machen.

Kunst macht Spaß, besonders an der frischen Luft. Die Schüler aus den Klassen 2a, 2b und 2c der Grundschule Heiligkreuz haben ihre Klassenräume verlassen, um Kunst zu machen. Die kleine Künstlerin Fabienne war ganz begeistert von dem Projekt. Sie empfand es als sehr angenehm, draußen an der frischen Luft zu arbeiten. Sie sagt: „Ich freue mich auch, dass wir schöne Bilder machen.“

Ihr Kollege Lucas pflichtet ihr bei, das Projekt fand er cool. Er erzählt: „Ich habe Superman auf mein Bild geschrieben und noch Buchstaben, Zahlen und Karten drauf gemacht.“ Beide finden ihr Werk gelungen und meinen, dass ihre Arbeiten auch gut genug sind, um in der Europäischen Kunstakademie Trier (EKA) ausgestellt zu werden. Auch zu dem künstlerischen Leiter des Projektes, dem Konzeptkünstler Laas Koehler aus Trier, haben sie eine positive Meinung. Ihrer Ansicht nach hat er „echt was drauf“.

54 Kinder waren zusammengekommen, um für den Markt der Künste der EKA Kunstwerke anzufertigen und diese auch dort in einem eigenen Atelier auszustellen. Dazu sagt Karin Steineronn, Lehrerin der 2c und Organisatorin des Projektes: „Mir liegt es am Herzen, in meinem Unterricht die Kinder möglichst viele Primärerfahrungen machen zu lassen.“ Damit meint sie, dass sie es ihren Schülern ermöglichen will, außerhalb der Schule und des Klassenzimmers Erfahrungen zu sammeln und etwas über die vielen Facetten des Lebens zu lernen. „Das ist das Besondere, das sich vom herkömmlichen Unterricht entscheidet“, so Steinebronn.

Für sie ist es auch wichtig, Experten aus unterschiedlichen Berufen in die Schule kommen zu lassen. Wie beispielsweise Laas Koehler. Steinebronn wollte unbedingt einen Künstler aus Trier haben, deswegen kontaktierte sie Koehler. Er berichtet über seine Arbeit mit den Kindern: „Ich war von Anfang an echt begeistert, weil die Kinder einfach offen sind. Sie wollen alles wissen. Sie sind einfach super neugierig in dem Alter.“  Die Kinder über den Tellerrand blicken lassen und ihre Neugierde fördern, dass möchte auch Katrin Hülsmann, Mutter zweier Grundschulkinder und Vorsitzende des Förderkreises der EKA.

Sie möchte den Kindern Mut machen, sich künstlerisch zu verwirklichen und auch ihre Kunstwerke öffentlich zu zeigen. Diese sollen, wenn es nach Hülsmann geht, nicht einfach in einem Kellerraum verstauben. Hülsmann ist es auch zu verdanken, dass die EKA und der Förderkreis die Materialkosten für das Kunstprojekt übernahmen. Denn, so die Schulleiterin Gabriele Hoffmann, alleine hätte die Schule das nicht schaffen können. „Frau Hülsmann hat uns da wirklich sehr unterstützt“, sagt sie. „Ich finde ästhetische Erziehung einfach wichtig.“