Erst sammeln, dann klettern

ZEMMER-RODT. Einen Abenteuerspielplatz wünschen sich junge Eltern, die sich im Rodter Neubaugebiet "Ober dem Mainzweg" angesiedelt haben, für ihre Kinder. Damit der Traum Wirklichkeit wird, haben sie Eigeninitiative gezeigt und Sponsoren gewonnen.

Eine Lücke klafft noch im Neubaugebiet "Ober dem Mainzweg" in Zemmer-Rodt. Nicht, dass das Grundstück keinen Interessenten gefunden hätte - dort soll vielmehr einmal ein Kletter-, Tob- und Spielparadies für Kinder entstehen. Denn die Gemeinde hat das Grundstück offiziell als Spielplatz ausgewiesen. Bisher präsentiert sich die Fläche jedoch nur als Wiese, auf der ein kleines Fußballtor ein einsames Dasein fristet. "Eigentlich sollten ja schon in diesem Sommer Geräte hier stehen", sagt Sandra Dahm-Goldau, Mutter und treibende Kraft einer Elterninitiative, die das Spielplatzprojekt voranbringen will. "Es war geplant, die Klettergerüste vom alten Spielplatz hier aufzubauen." Die aber seien in einem so maroden Zustand gewesen, dass sie Reinigung, Ab- und Aufbau nicht überlebt hätten. Neues Spielgerät muss also her, doch das ist teuer. "Für einen - für kleine bis zehnjährige Kinder geeigneten - Abenteuerplatz, wie wir ihn uns wünschen, muss man mindestens 10 000 Euro rechnen", schätzt Sandra Dahm-Goldau. Ein Betrag, von dem die Eltern wissen, dass die Gemeinde ihn nicht ohne Weiteres aufbringen kann. "Wir möchten deshalb selbst mit unseren Kräften dazu beitragen, dass der Spielplatz entstehen kann." In einer ersten Aktion haben die Mütter und Väter bereits Hecken gepflanzt, als nächstes ein Straßenfest zu Gunsten ihres Projekts organisiert. Bei Schubkarrenrennen und Kinderolympiade wurde um Spenden geworben, darüber hinaus wurden gezielt mögliche Sponsoren angesprochen. "Wir sind froh, dass sich einheimische Betriebe und Institutionen engagiert haben", sagt Sandra Dahm-Goldau, die vor Kurzem einen Scheck über 500 Euro von Helmut Dellwig von der Volksbank Trier entgegennahm. "Ich habe selbst eine kleine Tochter", sagt er, "und finde es wichtig, dass man jungen Familien ein bisschen Starthilfe gibt." Auch die Sparkasse Trier und das Cinemaxx hätten sich in gleicher Höhe beteiligt, lobt Sandra Dahm-Goldau, die damit einen vorläufigen Gesamtbetrag von 1665 Euro an die Gemeinde übergeben kann.Zupacken auch beim Aufbau

Doch dabei soll es nicht bleiben: "Wir wollen auch weiterhin Initiative zeigen. Jetzt arbeiten wir erst einmal zwei Planungsvorschläge für die Gemeinde aus." Und wenn es dann ans Realisieren gehe, werde man auf jeden Fall tatkräftig zupacken. Vielleicht können Marius, Jeremy, Luis, Jennifer, Anabelle, Lilly, Alicia, Lara, Nina, Celina, Benjamin, Alina und Lucia dann ja im nächsten Sommer nach Herzenslust klettern.

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