Hören sichtbar machen

TRIER. Kaum jemand achtet darauf, aber jeder ist darauf angewiesen – das Hören. Kindern zu zeigen, wie wichtig das Gehör ist, ist das Ziel des Projekts "Erlebniswelt Hören", das das "Hör-Biz" des Hörbehinderten- und Informationszentrums Trier in Grundschulen veranstaltet.

Wenn das neue Schuljahr beginnt, werden Birgit Nofftz, Vanessa Agné und Ulf Agné-Thiesmeyer vom "Hör-Biz" Trier in Grundschulen in Trier und dem Kreis Trier-Saarburg anschaulich machen, wie wichtig das Gehör ist. Beispiele gibt es reichlich: den Straßenverkehr, Gespräche mit Freunden oder den Unterricht. "Bei den Kindern geht das sehr gut über die Vorstellungskraft, Kinder haben ja viel Fantasie", erzählt Agné. Die ist auch im Malwettbewerb gefragt, der zeitgleich mit dem Unterrichtsprojekt startet. Bis zum 15. November können Kinder der zweiten bis vierten Klasse ein Bild zum Thema "Eine Reise durch das Land des Hörens" malen. Flyer mit Infos zur Teilnahme werden an den Schulen verteilt.Bewusstsein wecken

Es gehe darum, den Kindern bewusst zu machen, wie wichtig das Hören ist und dass man sein Gehör schützen müsse, erklärt Nofftz. So machen die Mitarbeiter zum Beispiel Hör-Spaziergänge mit den Kindern, es gibt ein Hör-Memory aus kleinen Dosen, die mit verschiedenen Materialien gefüllt sind, und auf einer CD können die Kinder hören, wie Gespräche oder Musik für Menschen mit Hörschädigung klingen. "Das ist ja nicht nur leiser, das ist ja auch verzerrt, einige Frequenzen fallen weg", erklärt Nofftz. Voraussichtlich im Dezember werden die schönsten Bilder im "HörBiz" prämiert. Als Hauptpreise winken unter anderem ein Umweltdetektiv-Abenteuer im Naturfreundehaus Quint und ein Besuch beim Fernsehsender "Antenne West". Beide wurden von den Veranstaltern gestiftet, ebenso wie die vielen Trostpreise. "Wir sind ganz gespannt, was dabei rauskommt", freut sich Agné schon auf die Bilder.