Integratives Filmprojekt TreVirus

Flüchtlinge : Triers Gründungssage als Krimi

Aus dem Theaterprojekt Odyssee.16 ist das integrative Filmprojekt TreVirus geworden. Die Kinopremiere steigt am 18. Januar. 

Was wäre, wenn Trier von einem Flüchtling aus der mesopotamischen Stadt Ninive gegründet wurde? Laut einer Legende wagte der vertriebene Königssohn Trebeta im Moseltal einen Neuanfang. Hier ließ er sich nieder, baute eine Stadt und nannte sie Treveris.

Diese Legende behandelt das integrative Filmprojekt TreVirus, das an der Tuchfabrik Trier realisiert und vom Jobcenter Trier Stadt finanziert wurde. 13 junge Geflüchtete haben einen Kurzkrimi geschrieben, gedreht und produziert, in dem eine antike syrische Steintafel Zeugnis darüber gibt, dass die alte Legende wahr sein könnte. Eine wahrlich brisante Entdeckung. Das Verschwinden dieser Steintafel bildet den Dreh- und Angelpunkt für eine Kriminalgeschichte, in der syrische und deutsche Agenten, Historiker und Wissenschaftler zusammenarbeiten müssen, um das Rätsel zu lösen.

Der Film feiert am 25. Januar im Filmtheater Broadway Premiere. Fast neun Monate haben die jungen Männer und eine junge Frau daran mitgewirkt. Vom Drehbuchschreiben über das Schauspielern bis hin zu Schnitt und Tontechnik sind sie in den gesamten Entstehungsprozess eingebunden gewesen.

Das Projekt steht unter der künstlerischen Leitung von Regisseur Stefan Bastians und wird unterstützt von Kameramann Thomas Ch. Weber aus Stuttgart. TreVirus ist aus dem Theaterprojekt Odyssee.16 entstanden, in dem Menschen mit Migrationshintergrund mittels Schauspielerei und künstlerischer Darstellung ihre Persönlichkeit, Sprachkenntnisse und Individualität stärken konnten.

Auch der Spaß kommt nicht zu kurz: Kameramann Thomas Ch. Weber und Regisseur Stefan Bastians (Mitte von links) sehen sich mit den jungen Darstellern eine frisch gedrehte Filmszene an. Foto: Jobcenter Trier

Dies sind auch die integrativen Aspekte des Projekts TreVirus, das ergänzend zum Spracherwerb stattfindet. „Die Teilnehmer erweitern und stärken so ihren gelernten Wortschatz und lernen die kreative Arbeit mit der deutschen Sprache kennen und schätzen“, sagt Jobcenter-Geschäftsführerin Marita Wallrich. „Den sprachlich kreativen Umgang mit dem Thema Integration und die Teilhabe am kulturellen Leben unterstützen wir gerne.“