Keine weiteren Konsequenzen für Chef-Handwerker

Keine weiteren Konsequenzen für Chef-Handwerker

Sein öffentlicher Wahlaufruf für den Trierer CDU-Landtagskandidaten Berti Adams hat Kreishandwerksmeister Herbert Tschickardt einigen Ärger eingebracht. Mit weiteren Konsequenzen muss er aber nicht rechnen.

Trier. (hw) In einem offenen Brief hatte der Trierer Kreishandwerksmeister Herbert Tschickardt im vergangenen Monat auf die bevorstehende Landtagswahl eingestimmt: "Deshalb am 27. März 2011 den uns bekannten Handwerksmeister aus der Region wählen - für die Zukunft des Handwerks", endet der Aufruf, der mit dem offiziellen Briefkopf der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg auf den Weg ging. Das Profil passt eindeutig auf den Trierer Metzgermeister Berti Adams, der erneut für die CDU in den Landtag einziehen möchte.

"Das war so nicht in Ordnung. Wir haben über eine Anfrage aus dem Wirtschaftsministerium von dem Brief erfahren. Daraufhin haben wir dies Kreishandwerksmeister Herbert Tschickardt untersagt. Er kann das ja persönlich erklären, aber nicht in einem Schreiben mit offiziellem Briefkopf der Kreishandwerkerschaft", erklärt der HWK-Hauptgeschäftsführer Manfred Bitter. Tschickardt habe klar gegen die Rechtsauffassung der Kammer verstoßen. Und die HWK hat die Rechtsaufsicht über die Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg. Für Bitter ist die Sache damit erledigt. "Ich bin mir sicher, dass sich Herr Tschickardt daran hält", sagte Bitter.

Der Handwerksmeister war gestern nicht zu erreichen. Schon in der Vergangenheit ist er wegen ähnlicher Parteinahme in offiziellen Schreiben kritisiert worden. Den jüngsten Vorfall hatte der Bundesverband für freie Kammern aufgedeckt.

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