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Lange Museumsnacht in Trier fällt auch in diesem Jahr aus

Corona-Pandemie : Warum die lange Museumsnacht in Trier abgesagt wurde

Auch in diesem Jahr fällt die Lange Museumsnacht „schweren Herzens“ aus. Für die Veranstalter war das keine leichte Entscheidung.

Eigentlich war die Veranstaltung für Samstag, den 11. September geplant. Doch schon zum zweiten Mal in Folge fällt die Lange Museumsnacht aus. Die Teams des Rheinischen Landesmuseums Trier, des Stadtmuseums Simeonstift, des Museums am Dom, des Museums Karl-Marx-Haus und der Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier hätten diese Entscheidung nach reiflicher Überlegung beschlossen, heißt es auf der Internetseite des Stadtmuseums Simeonstift Trier.

Grund dafür ist die Corona-Pandemie. In den vergangenen Jahren war die Museumsnacht mit rund 4000 Besuchern ein gesellschaftliches Ereignis mit Musik, Wein und kleinen Speisen, was in dieser Größenordnung durch die steigenden Infektionszahlen nicht mehr durchführbar ist.

„Das alles wird bei den aktuellen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht möglich sein“, sagt Bettina Leuchtenberg, Koordinatorin der Museumsstadt Trier als Ausrichterin der Langen Museumsnacht.

Um eine Führung durch die Ausstellungsräume zu ermöglichen, wäre ein großer logistischer Aufwand nötig, der für die Besucher weder schön noch vermittelbar sei. Auch die Catering-Firma habe wegen den ganzen Regelungen bereits abgesagt.

„Da in den einzelnen Häusern nur eine bestimme Besucherzahl erlaubt ist, rechnen wir mit Wartezeiten vor den Häusern, die wir nicht beeinflussen können“, führt Leuchtenberg weiter aus. „Zudem dürfen sich in manchen kleinen Ausstellungsräumen teilweise nur zwei oder drei Personen befinden – das lässt sich zwar nachhalten und kontrollieren, aber ein entspannter und schöner Museumsabend wäre das weder für die Besucher noch für die Teams in den fünf Museen.

Kurz: Wir können in der Pandemie nicht nur annähernd das liefern, was unsere Gäste erwarten. Wir haben die Absage schweren Herzens getroffen und hoffen auf bessere Zeiten.“

Informationen zu den Öffnungszeiten der Museen und den aktuellen Ausstellungen gibt es auf den Websites der einzelnen Häuser, die alle unter www.museumsstadt.de verlinkt sind.