Neustraße

Zur Berichterstattung über die Verkehrsprobleme in der Trierer Neustraße:

30 Jahre Flickschusterei in der Neustraße. Kaum zu glauben, aber leider wahr! Nun schon wieder eine Entscheidung, die die Neustraße noch mehr belastet als sie zu entlasten. Denn durch den Wegfall der Parkplätze im mittlerem Teil wird das Problem auf den Teil zwischen Kaiserstraße und Germanstraße verlagert - aber nicht gelöst. Jetzt müssen die Geschäftsleute, Hausbesitzer, Käufer und Fußgänger diese Fehlentscheidung ausbaden. In den 1980er Jahren mussten bei Umbauten und Neueröffnungen Parkplätze nachgewiesen werden. In der Planung war die Tiefgarage Viehmarktplatz. Bankbürgschaften mussten auf zehn Jahre hinterlegt werden, als Ablösung der Parkplätze in der Neustraße. Nach zehn Jahren keine Tiefgarage und so auch keine Parkplätze. Die Bankbürgschaften musste die Verwaltung zurückgeben. In den 1990er Jahren dann der Ausbau zur verkehrsberuhigten Zone. Auch das ist fehlgeschlagen, es war vorhersehbar. Verkehrschaos pur, wie sich dann herausstellte. Damals schon eine ganz große vertane Chance, die Neustraße zur Fußgängerzone zu machen. Eine Verwaltung mit Lähmungserscheinungen, wenn es um ein ganz klares Ja geht - und das seit nun 30 Jahren. Unverständlich, dass es seitens des Trierer Bauamtes keine klare Planung gibt, die gesamte Neustraße zur Fußgängerzone zu machen. Die Neustraße ist ein architektonisches Kleinod in Trier. Denkmalgeschützt und in denkmalgeschützter Zone, mit vielen eigentümergeführten Geschäften und schönen Straßencafes. Die Denkmalpflege ist liebevoll bemüht, die Straße als schönes Kleinod zu erhalten. Mit viel Liebe zum Detail hilft sie den Hausbesitzern und Geschäftsleuten, wenn es um Farbe, Werbung und vieles mehr geht. Auch für das Denkmalpflegeamt ist das mal wieder ein herber Rückschlag. Wenn ich da an andere Städte denke, zum Beispiel Tübingen, mit der schönen historischen Altstadt. Liebe Bauverwaltung, bitte dort mal Nachhilfe einholen, wie die Verwaltung dort es so schön und behutsam mit der Planung hinbekommt. Christel Hontheim-Monz, Trier