Nur Schall und Rauch

TRIER-BIEWER. Bei einem Treffen von Ortsbeirat, Schulleitung und Schülern wurde unter Moderation von Schuldezernent Ulrich Holkenbrink eine Lösung für den Namen der Biewerer Grundschule gefunden. Sie soll zukünftig so heißen wie bisher: Grundschule Trier-Biewer.

Die Kinder der Schule, die an dem Programm "Demokratie lernen und leben" teilnimmt, hatten in einem Wahlverfahren Anfang des Jahres beschlossen, einen Antrag auf Namensänderung (Grundschule "Am Biewerbach") zu stellen (der TV berichtete). Der Ortsbeirat hatte aus historischen Überlegungen heraus darauf hin einen anderen Namen favorisiert (Antonius-Kerscht-Grundschule). Beide Vorschläge waren noch nicht einem formellen Verfahren zur Namensänderung zugeführt worden. Um eine einvernehmliche Lösung zu finden, fand eine Gesprächsrunde statt. Zuvor hatten alle Beteiligten versichert, dass es sich nicht um einen Streit zwischen den Gremien handele, sondern die Angelegenheit unglücklich gelaufen sei. Unter Moderation des Schuldezernenten Ulrich Holkenbrink trafen sich die Klassensprecher, Schulleiterin Gabriele Leonardy, der stellvertretende Leiter des Schulverwaltungsamts, Otmar Breiling, Ortsvorsteherin Sabine Berg (CDU) sowie die Ortsbeiratsmitglieder Jürgen Weiland (CDU) und Ernst Holzhauser (SPD). Sie hätten erst morgens aus dem TV von dem Gesprächstermin erfahren, sagten Klaus Lorig (SPD) und zwei weitere Ortsbeiräte. Lorig hält das ganze Thema für "hochgekocht". Auch Sabine Berg will sich zu dem Vorgang "überhaupt nicht mehr äußern. Ich sehe keinen Sinn, das pressemäßig zu veröffentlichen. Kein Kommentar!" Allerdings bestätigt die Ortsvorsteherin die Haltung des Ortsbeirats, offen für die Namenswünsche der Kinder zu sein. Im Gespräch sei man einvernehmlich zu einem Entschluss gekommen, sagt Holzhauser. Während der Ortsbeirat keine eigenen Namensvorschläge mehr unterbreitete, beriet Holkenbrink mehrere Namensvorschläge der Kinder. Darunter war die neue Namensidee einer Mutter, die von den Kindern in Klassenräten per Abstimmung gewählt worden war: "Grundschule Im Biewertal Trier". Da aus diesem und weiteren Namen nicht explizit der Schulsitz im Stadtteil Trier-Biewer hervorginge und er damit gegen die Schulverordnung verstoße, waren sämtliche Namensvorschläge vom Tisch. "Wir sind im Einverständnis auseinander gegangen", findet Holzhauser. Die Schule wird daher weiterhin Grundschule Trier-Biewer heißen. Offen bleibt allerdings, warum die benachbarte Schule Gregor-von-Pfalzel-Grundschule Trier ohne den Zusatz Trier-Pfalzel auskommt. Otmar Breiling: "Die Vorschrift des Paragrafen 91,4 des Schulgesetzes legt fest, dass die Schulsitzgemeinde (Anm. der Red.: die Stadt Trier) in der Bezeichnung enthalten sein muss. Aus Gründen der Klarheit aller am Schulleben beteiligten Personen und öffentlichen Stellen wird es als hilfreich angesehen, wenn der Stadtteil Biewer in den Namen der Schulsitzgemeinde aufgenommen wird."