SPD positioniert sich gegen Thomas Egger

SPD positioniert sich gegen Thomas Egger

Scharfe Kritik übt die Trierer SPD-Stadtratsfraktion an ihrem Dezernenten Thomas Egger (SPD). Stein des Anstoßes ist die Verhandlung vor dem Frankfurter Bühnenschiedsgericht um die fristlose Kündigung von Schauspieldirektor Ulf Frötzschner am vergangenen Mittwoch.

Theaterintendant Karl Sibelius hatte vor Gericht die Wiedereinstellung Frötzschners verweigert und ihm stattdessen eine Abfindung von 100.000 Euro angeboten. Dabei hatte der Stadtrat im Juni beschlossen, dass Sibelius keine Finanzentscheidungen mehr im Alleingang treffen darf ( der TV berichtete ). "Stadtratsbeschlüsse sind keine Leitlinie, sie sind Maßgaben!", schimpft Fraktions- und Parteichef Sven Teuber, vom SPD-Kulturdezernenten "erwarte die SPD-Fraktion eine Erklärung." Egger hatte offenbar weder Oberbürgermeister Leibe, noch den Kulturausschuss über den anstehenden Gütetermin vor dem Schiedsgericht in Kenntnis gesetzt. "Bis heute sind Stadtrat und Kulturausschuss nicht durch Thomas Egger informiert worden", kritisiert Teuber. Die SPD fordert eine Sondersitzung des Kulturausschusses, um den "Informationsaustausch zwischen Rat und Verwaltung sicherzustellen und den dringend notwendigen Einfluss des Rates auf den Ausgang der Schiedsverhandlungen zu sichern". Markus Nöhl, kulturpolitischer Sprecher der SPD, schließt eine Wiedereinstellung Frötzschners nicht aus.

Kulturdezernent Egger hat sich bislang nicht zum Ausgang des Gütetermins vor dem Frankfurter Schiedsgericht geäußert.

Für den morgigen Montag hat Oberbürgermeister Wolfram Leibe allerdings zur regelmäßig stattfindenden Pressekonferenz des Stadtvorstandes eingeladen. Thema soll auch die aktuelle Situation des Trierer Stadttheaters sein. woc

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