"Trierer Einzelhandel ist Spitze"

"Trierer Einzelhandel ist Spitze"

TRIER. Der Stadtrat hat sich am Donnerstagabend einstimmig hinter das Einzelhandelskonzept gestellt. Alle fünf Fraktionen unterstützten das Papier, an dessen Entwicklung sie als Mitglieder des "Runden Tischs Einzelhandel" beteiligt waren. Dieser "Runde Tisch" wird fortgesetzt, er soll die Umsetzung des Konzepts begleiten.

Die absolute Verkaufsfläche der großen Anbieter außerhalb der Innenstadt darf zwischen 2004 und 2010 nicht steigen: So lautet eines der 21 Ziele des Einzelhandelskonzepts 2010. Der "Runde Tisch Einzelhandel" hat diese Ziele formuliert. Er besteht aus Repräsentanten der Verwaltung und der Ratsfraktionen, aber auch aus Vertretern der beiden Kammern, des Einzelhandelsverbandes und der City-Initiative (der TV berichtete). "Das Einzelhandelskonzept ist kein Verwaltungswerk, sondern das Ergebnis einer effektiven Zusammenarbeit", betonte Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch. "Wir begrenzen der großflächigen Einzelhandel auf der grünen Wiese. Man muss auch dann hart bleiben, wenn ansiedlungswillige Händler mit Geld und Arbeitsplätzen winken. Das ist ungeheuer mutig." Die Wirtschaftsdezernentin wies darauf hin, dass das Konzept noch keinen rechtlich verbindlichen Charakter habe und in Zukunft im Flächennutzungsplan und den Bebauungsplänen abgesichert werden müsse.Hochwertiger Branchenmix

Die effektive Zusammenarbeit müsse weitergehen, sagte Bertrand Adams (CDU). "Wir brauchen einen qualitativ hochwertigen Branchenmix. Der Einzelhandel muss seinen Beitrag leisten." Ebenso wichtig sei die im Juni 2003 unterzeichnete "Interkommunale Vereinbarung Einzelhandel", die für ein geregeltes Nebeneinander von Stadt und Umland sorgen soll. Konz, Schweich, Saarburg und Trier sollen sich nicht gegenseitig das Leben schwer machen, sondern ihre Pläne abstimmen. "Die Erweiterung von Möbel Martin in Konz missachtet diese Vereinbarung", sagte Adams und lag damit auf einer Linie mit den Ratskollegen und der Verwaltung. "Mit solchen Aktionen schädigen sich die Zentren im Umland mehr als sie uns schädigen", betonte Christiane Horsch. "Der Trierer Einzelhandel ist Spitze", meinte Hans-Willi Triesch (SPD). "Man hört keine Klagen mehr." Das neue Konzept umfasse wichtige und machbare Ziele wie die Verbesserung der Nahversorgung in den Stadtteilen. Eben die Analyse dieser Nahversorgung sei zu kurz gekommen, sagte Uschi Britz (Bündnis 90/Die Grünen). "Wir haben zwar Bedenken, aber wir stimmen dennoch zu." "Nur ein hochwertiger Einzelhandel sichert eine hochwertige Innenstadt", sagte Christiane Probst (UBM). "Trier kann mit diesem Konzept seine Attraktivität steigern. Das letztendliche Ziel sind zufriedene Käufer und Verkäufer." Thomas Egger (FDP) forderte mehr Eizelhändler auf, sich in der City-Initiative zu engagieren. "Dieses Konzept soll keine Papier-Vorlage bleiben." Egger regte an, auch die Parkhausbetreiber mit an den "Runden Tisch Einzelhandel" zu nehmen.

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