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Trierer Studierende erzählen persönliche Geschichten von Grenzgängern

Crossmedia-Projekt : Triers Grenzgänger

Trier liegt nah an Luxemburg. Doch neben Staatsgrenzen prägen auch andere Grenzerfahrungen das Leben vieler Bürger. Studierende der Uni erzählen in einem Projekt vier ganz persönliche Geschichten von Grenzgängern. Einer ist Thomas Cuers.

Thomas Cuers überschreitet jeden Tag mehrfach eine Grenze: „Als Busfahrer bringe ich Passagiere über die Grenze zwischen Trier und Luxemburg. So komme ich täglich mit verschiedensten Menschen zusammen – grenzübergreifend.“

Die Menschen kämen viel entspannter in Luxemburg und auf der Arbeit an, wenn sie mit dem Bus führen. Er sei jetzt schon mehr als zehn Jahre Busfahrer bei Emile Weber Reisen. Einer der Gründe für seine Entscheidung, Busfahrer zu werden, sei für ihn der zwischenmenschliche Faktor: „Ich mag es, jeden Tag bekannte, aber auch neue Gesichter zu sehen und Menschen kennenzulernen.“ Das Überschreiten der Grenze von Trier nach Luxemburg sei weder für die Passagiere noch für ihn wirklich merkbar. Er genieße die Fahrt, während viele Gäste die Zeit vor der Arbeit noch für ein Nickerchen oder zum Entspannen nutzten. „Wir vergessen heute oft, wie schnell und einfach die Überschreitung von geografischen Grenzen ist. Dabei ist das nicht selbstverständlich.“

Gut findet Cuers an Grenzen, „dass sie uns zeigen, wie viel uns mittlerweile möglich ist. Ich weiß noch, wie ich als Kind mit meinem Vater nach Luxemburg fuhr: Damals dauerte die Fahrt manchmal ewig, weil es noch Grenzkontrollen gab. Mal eben für einen Kaffee nach Frankreich oder Luxemburg zu fahren, das ging nicht immer so einfach. Heute können wir fast grenzenlos reisen. Grenzen erinnern mich an eine positive Veränderung.“

Es gibt viel mehr als nationale Trennlinien: Kleine und große, körperliche und mentale. In einem crossmedialen Projekt des Fachs Medienwissenschaften an der Uni und des Trierischen Volksfreunds erzählen Triererinnen und Trierer von ihren Grenzerfahrungen. Und ein Experte erklärt, warum Grenzen wichtig sind – und in einigen Fällen dennoch überschritten werden sollten.

Das gesamte crossmediale Projekt finden Sie hier.