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Urlaub, Job und Studium

Trier. Ein japanischer Garten auf dem Petrisberg, die Japanologie der Universität, die Partnerschaft mit der japanischen Stadt Nagaoka: Trier beweist seine internationale Ausrichtung, auch als Gastgeber des japanischen Botschafters Takeshi Nakane, den es in seinen 40 Jahren in Deutschland immer wieder nach Trier zieht. Amanda Boyce

Trier. Der schlichte, dennoch elegante Verkostungssaal der Saar-Mosel-Winzersekt GmbH in Trier-Süd diente bereits im Januar vor zwölf Jahren als Gründungsstätte der Deutsch-Japanischen Gesellschaft (DJG). Diese macht es sich zur Aufgabe, sowohl den kulturellen als auch den wirtschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Japan voranzubringen.
Da ist es nur passend, dass die DJG in genau diesen Räumen den japanischen Botschafter Takeshi Nakane bei seinem Antrittsbesuch in Empfang nahm.
"Sie haben in Trier nun auch eine Familie", begrüßt Johann Aubart, Präsident der DJG, den Botschafter.
Begeistert vom Flair der Stadt


Bereits während seines Studiums in den 1970er Jahren an der Universität Heidelberg verschlug es den Japaner nach Trier. Neben den zahlreichen römischen Bauten begeisterte Nakane schon als Student das besondere Flair der Stadt und ihrer Menschen. "In Trier herrscht immer so eine schöne Stimmung", erzählt Nakane begeistert.
Aber nicht nur Botschafter reisen durch die Weltgeschichte, auch Trierer Schüler des Max-Planck-Gymnasiums erhalten die Chance, in den Osterferien 14 Tage Japan zu erleben.
"Diesen Austausch zu ermöglichen, sehen wir bei der Deutsch-Japanischen Gesellschaft als unsere Aufgabe", erzählt Hans Rode, Mitglied der DJG. Genauso kamen auch schon in den vergangenen Jahren Schüler aus Nagaoka, der japanischen Partnerstadt Triers, hierher, um den deutschen Alltag kennenzulernen. "Solche Partnerschaften fördern das gegenseitige Verständnis", sagt Botschafter Nakane, der sich sehr für einen Austausch einsetzt.
Deutlich wurde dieses Verständnis, als 2011 - angesichts der Katastrophe um Fukushima - viele Trierer auf die Straße gingen, um Spenden für die Betroffenen zu sammeln. "Dafür möchte ich mich besonders bedanken", sagte der Botschafter.
Freude am Moselwein


Auf dem Programm des japanischen Gastes stand jedoch nicht nur die Sektverkostung, später am Nachmittag ging es weiter ins Rathaus, wo sich Nakane ins Goldene Buch der Stadt Trier eintrug. "Leider konnte meine Frau dieses Mal nicht mitkommen", bedauert Nakane. Auch die Ehefrau des Botschafters ist bezaubert von den Weinbergen an der Mosel, "sie freut sich immer über die Moselweine".
Nächstes Mal, so der Botschafter, käme er wieder mit seiner Frau nach Trier, um Urlaub zu machen.