Am Donnerstag startet das Eifel Rallye Festival in und um Daun.

Veranstaltung : 700 Helfer und Starter aus aller Welt

Zwei Tage vor dem Start des Eifel-Rallye-Festivals herrscht beim Motorsportclub (MSC) Daun dank langer und akribischer Vorarbeit Gelassenheit. Damit hat es aber bald ein Ende.

Noch zwei Tage, dann liegt die Vulkaneifel, wie seit 2012 in einem jeden Juli, wieder für zwei Tage im (Retro-) Fieber. Die achte Auflage von Europas größtem Treffen historischer Rallyefahrzeuge unter Wettbewerbsbedingungen kann kommen. Das Team um Otmar Anschütz, den Präsidenten des veranstaltenden und ausrichtenden Motorsportclubs (MSC) Daun, der in Personalunion auch noch Organisationsleiter ist, hat in den Vormonaten und vor allem in der finalen Phase wieder ganze Arbeit geleistet.„Die Dimensionen werden von Jahr zu Jahr größer. Das betrifft nicht nur die Teilnehmer und die Zuschauerzahl, sondern auch unser ganzes Umfeld“, sagt Anschütz und berichtet: „Wir haben deshalb eine neue Halle angemietet und dort auch ein  neues Büro eingerichtet.“

Als ehrenamtlicher Lagerist hat sich dort Norbert Harnau sein Reich geschaffen. Der 77-Jährige sagt: „Endlich ist nicht mehr alles auf mehrere Standorte verteilt, sondern hier nun alles zusammen, sodass wir viel zielgerichteter arbeiten können.“ Und weil, so Harnau, „jetzt alles so toll ist, will ich auch gerne noch ein paar Jahre dranhängen“.

Um dieses Projekt des neuen „Hauptquartiers“ umzusetzen, haben die Mitglieder des Vereins viele Stunden an intensiver Arbeit in den vergangenen Monaten investieren müssen. „So wie bisher ging es nicht mehr. An dieser neuen Stelle haben wir jetzt alles beisammen“, sagt Anschütz.

Die vielen Helfer haben in der alten Halle Schutt entsorgt, aufgeräumt, Lagerregale installiert, angestrichen und an einem einzigen Samstag alle Utensilien, die irgendwo in der Stadt „verstreut“ waren, untergebracht.

Dort sind jetzt Lager und das angrenzende Rallyebüro von Otmar Anschütz an einem einzigen Platz entstanden. Von hier aus spinnt dieser auch sein weltweites Netz an Kontakten, um immer wieder neue, einmalige Fahrzeuge und frühere Weltklasse-Piloten aus internationalen Wettbewerben in die Eifel zu locken.

Doch es kommen auch jede Menge Anfragen, von rallyebegeisterten Oldtimer-Besitzern, die gerne ein Teil des dreitägigen Festivals sein möchten – aber leider nicht sein können. Denn:  „Irgendwann sind unsere Kapazitäten dann auch einmal erschöpft“, so Anschütz

In dem neuen Lager wurden auch die vielen Päckchen gepackt für Interessenten, die bereits im Vorfeld Programme geordert haben. „Insgesamt haben wir Material an Rallyefreunde aus rund 20 Nationen weltweit verschickt. Und die Sachen müssen ja auch rechtzeitig vorher ankommen.“

Nur die Anfragen aus Indien und Israel konnten nicht beantwortet werden: „Da hätte der Versand länger gedauert als die Anreise. Bis die Sachen dort gewesen wären, wären die Fans auch schon hier bei uns eingetroffen. Die erhalten ihre Prospekte jetzt ausgehändigt, wenn sie in Daun ankommen.“

Die Zahlen des Aufbaus im gesamten Vorfeld der vielen Wertungsprüfungen verdeutlichen noch einmal, was von den Leuten des Orga-Teams an Vorarbeit „gestemmt“ werden muss.

Gemeinsam mit der ortsansässigen Firma Debuschewitz wurden an einem einzigen Tag, verteilt auf vier große LKW, insgesamt 13 Großtafeln (Ausschilderung der Umleitungsstrecken), 39 Hinweise auf Vollsperrungen, 50 Wendebaken, 53 neue Verkehrsschilder aufgestellt.

Was sich so leicht anhört, hat in der Realität im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz anderes Gewicht. „So ein einziger Betonfuß“, erläutert Pascal Neuens, der das Führungsauto inspizierte und fuhr, „wiegt runde 600 Kilo.“ Und davon mussten einige bewegt werden.

Im neuen Lager erfolgte zur gleichen Zeit die Anlieferung von Prospektmaterial. Vier Paletten mit Programmheften wiegen genau 2960 Kilogramm. Ein einziges Heft enthält auf 130 Seiten (!) geballte Informationen zum Eifel-Rallye-Festival. Es ist seit gestern im Dauner Forum und an den ortsansässigen Tankstellen erhältlich.

Hat im neuen Zuhause des Motorsportclubs Daun alles im Griff: Norbert Harnau. Foto: Uwe Anschütz/Picasa

Rund 700 Helfer galt es in den letzten Tagen einzuweisen. Per Mail, via Telefon oder auch persönlich. Doch bei allen Beteiligten herrscht erstaunliche Gelassenheit. So auch bei Otmar Anschütz: „Letzte Woche war Abschlussbesprechung mit den WP-Leitern. Die machen das ja alle nicht zum ersten Mal. Keine Sorge. Wir liegen im Plan.“ Na, dann kann’s ja losgehen am Donnerstag.

Mehr von Volksfreund