Sechs Gemeinden aus der Vulkaneifel beschäftigen sich mit  CO2-Reduzierung.

Klimaschutz : Wie Klimaschutz für ländliche Gemeinden aussehen kann

Sechs Gemeinden aus der Vulkaneifel beschäftigen sich mit  CO2-Reduzierung.

(red) Eine Delegation aus der Vulkaneifel hat sich im Rhein-Hunsrück-Kreis schlau gemacht, wie Klimaschutz für ländliche Gemeinden aussehen kann. Besichtigt wurde das Nahwärmenetz in Ellern.

Duppach, Kalenborn-Scheuern, Mehren, Mückeln, Darscheid und Densborn haben sich, angeregt vom EU-Projekt Zenapa, bereits damit beschäftigt, was im Ort zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes getan werden kann und wie Einwohner und Gemeinschaft davon profitieren. Dafür haben die Ortsgemeinden sogenannte „Quartierskonzepte zur energetischen Stadtsanierung“ in Auftrag gegeben und lassen von Wärme über Strom und Verkehr die energetische Struktur des Orts untersuchen und konkrete Maßnahmen entwickeln. Eines der Kernthemen für die Gemeinden: eine zentrale Versorgung mittels Nahwärme. In Ellern ist 2018 eines der modernsten Nahwärmenetze in Rheinland-Pfalz in Betrieb genommen worden.

Die ersten Überlegungen einer Wärmeversorgung fürs Dorf gab es schon 2013. Mittlerweile hat Ellern eine klimaschonende, kostengünstige und preisstabile gemeinsame Nahwärmeversorgung in öffentlicher Hand. Die Holzhackschnitzel werden aus dem Nachbarort geliefert und von Mai bis September ist der Hackschnitzelkessel nicht in Betrieb. Über ein Feld von Solarthermieanlagen erwärmt die Sonne ausreichend heißes Brauchwasser für alle Haushalte, ein Speichertank garantiert die Versorgung. Die Röhrenkollektoranlage hat gerade bei höheren Temperaturen einen guten Wirkungsgrad und erzielt durch die Dämmung einen guten Wärmeertrag auch im Winter.

Angeregt duch den Besuch im Hunsrück wollen sich die sechs Dörfer im Kreis Vulkaneifel weiterhin mit dem Thema der Nahwärmeversorgung befassen. Unterstützt werden die Klima-Gemeinden dabei von den beauftragten Ingenieurbüros, von den Verbandsgemeindeverwaltungen in Gerolstein und Daun, dem Natur- und Geopark Vulkaneifel und die Energieagentur Rheinland-Pfalz.

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