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Eifel gehört nun zu den beliebtesten Zielen für Radtouristen

Tourismus : Sprung in Top Ten: Eifel gehört nun zu den beliebtesten Zielen für Radtouristen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat in Berlin die Radreiseanalyse 2019 vorgestellt und die Venn-Eifel-Mosel-Runde ausgezeichnet.

Radfahren steht bei Tagesausflüglern und Urlaubern hoch im Kurs, geht aus der Travelbike-Radreiseanalyse 2019 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hervor. Was Reisende vor Ort erwarten und welche Potenziale Regionen ausschöpfen können, das verrät die Untersuchung. Sie liefert als weltweit einzige systematische Analyse zum Radtourismus seit 1999 Informationen zu Reiseverhalten und Marktentwicklung.

Im auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) vorgestellten Bericht 2019 findet sich eine gute Nachricht für die Eifel: Sie ist neu in den Top Ten der beliebtesten Radreiseziele. Bayern liegt auf dem ersten Platz, die Mosel auf dem sechsten, die Eifel auf dem neunten.

 Freuen sich über das Zertifikat: (von links) Klaus Schäfer (ET-Geschäftsführer), Harald Enders und Melanie Stellmes (LBM Gerolstein), Landrat Heinz-Peter Thiel sowie Rad-am-Ring-Chef Hanns-Martin Fraas.
Freuen sich über das Zertifikat: (von links) Klaus Schäfer (ET-Geschäftsführer), Harald Enders und Melanie Stellmes (LBM Gerolstein), Landrat Heinz-Peter Thiel sowie Rad-am-Ring-Chef Hanns-Martin Fraas. Foto: TV/Thomas Schmitz

Laut ADFC wächst der Radtourismus seit Jahren: 2016 waren 5,2 Millionen Radreisende unterwegs. Während im Schlechtwetterjahr 2017 erstmals die Zahl der Radurlauber gesunken war, stieg sie im letzten Jahr wieder deutlich an. Dabei ist Deutschland als Ziel der absolute Liebling: 70 Prozent der für 2019 geplanten Radurlaube sollen im Inland stattfinden.

Die meisten Radurlauber – 88 Prozent – planen ihre Touren selbst. Bei der Planung wird das Internet immer wichtiger, Karten, Empfehlungen, Reiseführer bleiben aber weiter relevant. Auch 2018 setzt sich der Trend zum Elektrofahrrad fort. Rund ein Viertel der Radurlaubenden fährt mit E-Bikes, 2017 waren es 18 Prozent.

Eine hohe Auszeichnung hat es für die Venn-Eifel-Mosel-Runde gegeben: Der ADFC hat den 310 Kilometer langen Radweg mit vier Sternen ausgezeichnet. Damit ist die Venn-Eifel-Mosel-Runde eine ADFC-Qualitätsroute. Die Preisverleihung fand im Rahmen der ITB in Berlin statt. „Aus dem 110 Kilometer langen Kyllradweg ist die 310 Kilometer lange Venn-Eifel-Mosel-Runde geworden“, sagte Harald Enders, Leiter der Landesbetriebs Mobilität Gerolstein (LBM) in Berlin.

Die Venn-Eifel-Mosel-Runde verbinde zwei Landkreise, 40 Kilometer führten auch durch Belgien. Höchster Punkt ist das Hohe Venn mit einer Höhe von 612 Metern. Insgesamt müssten 1900 Höhenmeter bewältigt werden. Das entspricht einem Durchschnitt von weniger als einem Prozent.

Enders erklärte, dass Mittelgebirge für Radfahrer generell wenig attraktiv sind. Doch bei der Venn-Mosel-Eifel-Runde führten Flusstäler und Eisenbahnstrecken zu „Radler-Lust im Mittelgebirge“. Mehr als die Hälfte der Strecke verlaufe auf alten Bahntrassen, wodurch die Mittelgebirgsregion ihren „Schrecken“ verliere und zum gemütlichen Genussradeln einlade.

Weiter berichtete Enders, dass die Einstufung durch den ADFC als Vier-Sterne-Route nicht einmal knapp ausgefallen sei. Besonders die Wegweisung sei mit 99,9 von 100 Punkten so gut wie perfekt bewertet worden.

Die Venn-Mosel-Eifel-Runde verbindet Vennbahn-, Kyll- und Mosel-Radweg und führt über den Sauer-, Prüm-, Enz- und Eifel-Ardennen-Radweg zurück zum Vennbahn-Radweg. Oberzentren sind Aachen, Köln, Koblenz, Trier und Luxemburg.

Der LBM schlägt sechs Etappen vor: Die erste führt von Gerolstein nach Bitburg (40 Kilometer), dann geht es weiter nach Trier (50 Kilometer), Holsthum (50 Kilometer), Pronsfeld/Prüm (50 Kilometer), Bütgenbach (55 Kilometer) und zurück nach Gerolstein (55 Kilometer).