Soziales: Gelber Käfer und viele rote Flitzer

Soziales : Gelber Käfer und viele rote Flitzer

Die Caritas-Sozialstation St. Hedwig Daun-Kelberg besteht seit 40 Jahren. Genauso lange ist auch Ingrid Laux im Dienst.

Mehrmals war im Jubiläumsgottesdienst von den roten „Flitzern“ die Rede, mit denen die Pflegekräfte der Caritas-Sozialstation durch die Verbandsgemeinden (VG) Daun und Kelberg unterwegs sind. Pfarrer Ludwig Unkelbach nannte die Fahrzeuge im Zusammenhang mit dem Dank für den unermüdlichen Einsatz, der seit nunmehr vier Jahrzehnten von frühmorgens bis spätabends an allen Werk- und Sonn- und Feiertagen für Hilfe bedürftige Menschen erbracht wird. „Die Pflegekräfte erfüllen den Willen Gottes zum Wohl der Menschen“, sagte der Geistliche.

     Oder Friedbert Wißkirchen, Vorsitzender des Trägervereins Caritasverband Westeifel. „Wer kennt sie nicht, die roten Autos, die auf unseren Straßen, in den Dörfern, in der Nachbarschaft unterwegs sind?“, fragte er. Und hob hervor, dass der mobile Dienst es alten und kranken Menschen ermögliche, in ihrer häuslichen Umgebung bleiben zu können und dort medizinisch und pflegerisch betreut zu werden – „mit hohem persönlichen Einsatz, großer fachlicher Kompetenz und viel menschlichem Einfühlungsvermögen“, wie der Vorsitzende mit Blick auf die derzeit 77 tätigen Pflegekräfte betonte. Dazu gehört auch Ingrid Laux.

    Das erste Dienstfahrzeug der Caritas-Schwester Ingrid Laux war allerdings kein roter VW-Polo, sondern ein gelber Käfer. Denn die heute 62-Jährige aus Oberelz (VG Kelberg) ist als Einzige aus dem Kreis der Mitarbeiter so lange bei der Sozialstation Daun-Kelberg beschäftigt, wie es die Einrichtung gibt. 40 Jahre! Dass die gelernte Krankenschwester 1978 vom Dienst im Krankenhaus zur neu gegründeten Sozialstation mit seinerzeit sieben Pflegekräften wechselte, habe sie „keinen Tag bereut“, sagt sie. „Der Kontakt zu den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen besteht ja oft jahrelang“, erzählt sie – „und er reißt in der Regel auch nach dem Tod des Patienten nicht ab.“

    Nach den Geburten ihrer beiden Kinder war Ingrid Laux jeweils ein Jahr zu Hause geblieben. Nach der Rückkehr aus dem zweiten Mutterschutz hatte der Caritasverband ihr und einer Kollegin als Ersten die Möglichkeit gegeben, sich nach dem Prinzip „eine Woche arbeiten, eine Woche frei“ eine Stelle zu teilen. „Das Modell war damals genau richtig für mich“, sagt Ingrid Laux. Überhaupt fühle sie sich sehr gut aufgehoben beim Caritasverband als Arbeitgeber. Nächstes Jahr geht sie in den Ruhestand. Doch für Nachschub aus der eigenen Familie ist bereits gesorgt: Ingrid Laux’ Tochter Ramona Düx steht als Altenpflegerin ebenfalls im Dienst der Caritas-Sozialstation.

   Nach dem Jubiläumsgottesdienst in der Dauner St.Nikolaus-Kirche wurde noch bei einem Tag der offenen Tür im „Caritashaus“ in der Mehrener Straße gefeiert.