"Hier möchte ich öfter singen"

"Hier möchte ich öfter singen"

GEROLSTEIN-LISSINGEN. Mit dem Candlelight-Konzert von Udo Schild landete das von dem neuen Betreiber-Quintett favorisierte Konzept, in der Burg Lissingen gemütliche Gastronomie mit kulturellen Angeboten zu verbinden, einen Volltreffer: Die Veranstaltung war ausverkauft.

Schließlich hatte Kulturchef Harry Braun doch noch ein Einsehen und ließ ein Dutzend beharrlicher Interessenten auf schmalen Bänken und ein paar herbei getragenen Stühlen Platz nehmen. Da waren die Tische mit etwa 50 Konzertbesuchern längst restlos besetzt, da war alles bereit für den Auftritt des Soulsängers Udo Schild, für den das Restaurant der Burgmühle in den Schein vieler Kerzen getaucht war. Zweimal sieben Stücke, zweimal eine knappe Dreiviertelstunde voller Poesie, Kraft und Melancholie waren wie im Flug vergangen. Dass der Gesang und das Gitarrenspiel die absolut tragenden Säulen seiner Konzerte sind, war von Anfang an klar. Ansonsten knappes Kommentieren, kurzes Ansagen, oft in den Beifall für das eben gehörte Lied hinein, zuweilen mit einem Schuss Selbstironie: "... von 1983, aber immer noch gut" - "... nicht von mir, aber auch gut". Dass ihm die Burg und die Umgebung gefallen, sagt Udo Schild in der Pause im TV-Gespräch. Er hatte sich gleich nach seiner Ankunft nach der von Gerolsteiner Gymnasiasten gefertigten und zwei Tage zuvor auf dem neuen Kreisverkehrsplatz installierten Rennradfahrer-Skultpur (der TV berichtete) erkundigt. "Denn ich bin dem Radsport sehr verbunden", erzählt er. Seine neue CD trage den Arbeitstitel "Velo" und kombiniere Radfahren und Musik; das bedeute, dass die Trittfrequenzen beim Radfahren den Rhythmus der Lieder bestimmen. Er fühle sich in dem Ambiente der Burgmühle sehr wohl und spüre die freundliche Aufnahme durch das Publikum. "Hier möchte ich öfter singen", wünscht er sich."Mir ist gerade noch ein Lied eingefallen"

Das fänden auch Georg und Christine Högner gut. Sie sind aus Gaymühle bei Neuerburg zum Konzert in die Lissinger Burg gekommen, das sind mehr als 50 Kilometer Wegstrecke. "Wir haben die Konzertankündigung im TV gelesen und uns im Internet ein paar Lieder angehört", sagt Georg Högner. Und jetzt fühlen er und seine Frau sich sehr wohl. "Ein Glas Wein zu trinken und dabei tolle Live-Musik zu erleben, eine antike Pendeluhr im Blick zu haben, in der Pause mit gleichgesinnten Tischnachbarn ins Gespräch zu kommen: Das ist klasse!" schwärmt er. Thomas und Jutta Grün sind zu Fuß zum Candlelight-Konzert gekommen, denn sie wohnen in Lissingen. "Wir waren schon bei der Neueröffnung hier und bei der Begrüßung des Gerolstein Radteams", erzählen sie. "Wir sind froh, dass wir so tolle Veranstaltungen direkt vor der Haustür haben, und wir wollen die Angebote so oft wie möglich wahr nehmen." Auch die Grüns hatten sich die Eintrittskarten auf Grund der Ankündigung im TV gesichert. Am Ende ist es (nicht nur) Thomas Grün, der "Zugabe!" von Udo Schild fordert. Der Sänger erklärt sich einverstanden: "Mir ist gerade noch ein Lied eingefallen." Informationen zu den Veranstaltungen in der Burg: Kulturbüro Burg Lissingen, Prümer Straße 1, 54568 Gerolstein, Telefon 06591/9499880, E-Mail: info@burglissingen.net, Internet: www.burglissingen.net und www.eifel-events.de. Kontakt zu Udo Schild: Telefon 02253/5425251, E-Mail: booking@udoschild.de, Internet: www.udoschild.de.