Kommentar: Letzte Chance für das große Verkehrsprojekt

Kommentar : Letzte Chance für das große Verkehrsprojekt

Seit 20 Jahren ist Hillesheims Stadtbürgermeister Matthias Stein im Amt. Seit 20 Jahren beschäftigt ihn das Thema Ortsumgehung, die er stets wollte. Dass er das Projekt anders als andere, bei dem es ebenfalls große Widerstände gab (Stichwort Hotel Augustiner-Kloster), bislang nicht durchsetzen konnte, wurmt ihn.

Deshalb nun sein neuerlicher Versuch, der mit großer Wahrscheinlichkeit der letzte für dieses Verkehrsprojekt sein dürfte. Wenn im Verkehrsministerium in Mainz erneut das Signal ankäme, die Mehrheit der Hillesheimer (Politiker wie Bürger) will es nicht, wird dafür künftig kein Cent Geld mehr ausgegeben. Schließlich gibt es Hunderte anderer Verkehrsprojekte, die auf ihre Realisierung warten.

Die Hillesheimer müssen sich entscheiden: Wollen sie die LKW und den sonstigen Durchgangsverkehr loswerden, der die Innenstadt verpestet und für Fußgänger wie Anwohner unzumutbar und gefährlich ist? Und sind sie im Gegenzug bereit, Lärmschutzwände an der Umgehung zu ertragen und auf den Einkauf des Brummifahrers in der Bäckerei oder Metzgerei zu verzichten?

m.huebner@volksfreund.de

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