Satanarchäolügenialkohöllischgut

Satanarchäolügenialkohöllischgut

DAUN. In einem Fächer übergreifenden Projekt hat die Klasse 6 b der Leopold-von-Daun-Realschule Michael Endes Kinderbuch "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" unter Leitung des Lehramtsanwärters Reinhard Lisecki musikalisch und szenisch umgesetzt und ihn Abend füllend aufgeführt.

"Eine enorme Leistung für ein sechstes Schuljahr", bescheinigte Rektor Hans-Peter Leinen der Klasse 6 b am Ende der Premiere vor Eltern, Geschwistern und Lehrern. Für die Dauer von 70 Minuten hatten die Kinder die Aula der Realschule in das Labor des zwielichtigen Doktor Beelzebub Irrwitzer verwandelt. Nach den Instruktionen von Reinhard Lisecki war das Publikum akustisch mit dem Verrinnen der Zeit einbezogen: sagte auf sein Zeichen "tick tack", schnippte mit den Fingern, rieb die Hände aneinander, klopfte sich rhythmisch auf die Oberschenkel. Es sind die letzten Stunden eines verschneiten, eiskalten 31. Dezember. Irrwitzer - Jens Henrichs spielt ihn wunderbar - ist ein ziemlich gemeiner Zauberer, und seine Tante Tyrannja Vamperl (Vera Schneider) eine Geldhexe. Die beiden haben ein Problem: Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und sie haben ihr Soll an bösen Taten noch nicht erfüllt. Doch mit einem besonders raffinierten Plan und mit Hilfe eines "satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunschs" könnte es noch gelingen, den Rückstand an bösen Taten aufzuarbeiten. Der Kater Maurizio (Jessica Michels) und der Rabe Jakob (Irina Baier, Annika Kalitzki) entdecken die finsteren Absichten und verhindern sie im Wettlauf mit der Zeit im letzten Augenblick. Den überaus amüsanten Höhepunkt der Geschichte bildet die Szene, in der Irrwitzer und Tyrannja den Wunschpunsch unter Paukenschlägen und mit der Formel "Punsch aller Pünsche, erfülle meine Wünsche!" zu sich nehmen. Das gemeinsam gesungene "Neujahrslied" bringt noch einmal auf den Punkt, wie die Sache ausgeht: "Der Wunschpunsch ist Geschichte, der brodelnde Sud. Dank eines Glockenschlags wird am Ende alles gut." In weiteren Rollen waren Sarah Schaaf als "Made" und Jan-André Kiefer als "Sylvester" zu sehen. Fabian Jung brachte als Erzähler die Handlung voran. Sechs Schüler und der Musiklehrer Markus Kranz bildeten eine Band, fünf Mädchen und Jungen traten als Chor auf, fünf waren als Techniker mit Discolicht und Nebelmaschine im Einsatz. Bei zwei weiteren Aufführungen erfuhren die fünften bis siebten Realschulklassen, wie ein Kinderbuchklassiker auf der Bühne wirkt. "Ich bin stolz auf euch", lobte Reinhard Lisecki die Klasse 6b. Der Lehramtsanwärter hatte das Projekt initiiert, denn die musikalische und szenische Umsetzung von Michael Endes "Wunschpunsch" ist das Thema seiner Examensarbeit im Fach Musik. Unterstützt wurde er beim Einstudieren der Texte von der Deutschlehrerin Brigitte Klassmann und beim Bau der Kulisse von der Kunstlehrerin Marianne Schönhofen.

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