Trauer braucht Zeit

Die Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land lädt zu einer zehnteiligen Veranstaltungsreihe ein. Der Titel: "Leben mit dem Tod". Verantwortlich sind Pfarrer Andreas Paul und Gemeindereferentin Stefanie Peters. Der Auftakt ist am Samstag, 15. November.

Hillesheim. "Wir wollen als Kirche da sein für die, die zurückbleiben", erklärt Pfarrer Andreas Paul (36) zu seinem Anliegen an der Veranstaltungsreihe. "Wenn ein naher Angehöriger stirbt, wollen wir Anleitung zu Gebet und Hoffnung sowie Ideen geben, wie man mit dem Tod umgehen kann", sagt die Gemeindereferentin Stefanie Peters (34).
Weil gerade diese schmerzhafte Erfahrung Menschen in die Kirche bewegt, konzipierten die beiden Seelsorger die Veranstaltungsreihe, die am Samstag, 15. November, um 18 Uhr mit einer Vorabendmesse beginnt. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wird die Ausstellung "Suizid - keine Trauer wie jede andere. Gegen die Mauer des Schweigens" eröffnet. Der Trierer Pastoraltheologe Martin Lörsch hält einen Vortrag zu dem Thema, und Mitglieder der Euskirchener Selbsthilfegruppe Agus (Angehörige um Suizid) sind für Gespräche anwesend. Die Ausstellung bleibt bis Sonntag, 23. November, in der St.-Martin-Pfarrkirche. Während dieser Zeit ist in der Seitenkapelle vor der Schmerzhaften Muttergottes ein "Garten der Erinnerung" als Raum für persönliche Trauer eingerichtet.
Zwei Filme stehen in der Eifel-Film-Bühne Hillesheim auf dem Programm: das Porträt der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross ("Dem Tod ins Gesicht sehen") am 17. November und die Geschichte eines selbst bestimmten Abschieds aus dem Leben ("Hin und weg") am 21. November. "Trauer braucht Zeit" steht als Titel über dem Abend des 18. November in Bolsdorf, an dem Pastoralreferent Jürgen Burkhardt sich an Trauernde selbst oder an Menschen wendet, die Trauernde hilfreich unterstützen möchten. In Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst des Caritasverbands Westeifel gastiert Ida-Marie Paul mit einem Theaterstück zum Thema "Hospiz" am 19. November in Gerolstein. Biblische Texte, die Gottes "Ja" zum Leben zum Ausdruck bringen, und das Trauercafé als offenes Angebot des Dekanats Vulkaneifel stehen am 20. November in Hillesheim auf dem Plan. "Töne und Farben des Lebens" ist der Titel des Konzerts mit dem englischen Künstler Ean Gidmann am Abend des 22. November in der Pfarrkirche Hillesheim, wo tags darauf die Veranstaltungsreihe mit einem Schlussreferat der Hospizfachkraft Tatjana Kolb und mit einer Vesper zu Ende geht. Begleitend zur Ausstellung werden Hillesheimer Schulkinder mit der mobilen Mitmachausstellung "Vergissmeinnicht" an die Themen Sterben, Bestatten, Trauern und Gedenken herangeführt. bb