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Neuer Chef für die HWK

Neuer Chef für die HWK

Die Handwerkskammer Trier (HWK) sucht einen neuen Hauptgeschäftsführer. Nach gut sechs Jahren an der Spitze der HWK verabschiedet sich Manfred Bitter (64) im kommenden Jahr in den Ruhestand. 2009 hat er die Kammer nach unruhigen Zeiten wieder auf die Bahn gebracht.

Trier. Für den 1. Mai 2016 sucht die Handwerkammer Trier einen neuen Frontmann. Bewerber haben nur noch wenige Tage Zeit, um sich auf den Posten zu bewerben. Die Frist endet am 31. Oktober. In der Ausschreibung sucht die HWK Bewerber, mit "fundierten theoretischen Grundlagen in Form eines Hochschulstudiums - vorzugsweise in den Bereichen Ökonomie und/oder Recht". Weiter heißt es in der Ausschreibung: "Ihre Fähigkeiten wie auch Ihr diplomatisches Geschick haben Sie bereits erfolgreich in der ersten oder zweiten Führungsebene einer Organisation des Handwerks, in einem wirtschaftlich orientierten Verband oder im Management der privaten Wirtschaft unter Beweis gestellt."
Der Bitter-Nachfolger oder die -Nachfolgerin übernimmt die Kammer in ruhigerem Wasser als der Vorgänger.
2009 erschütterte ein Subventionsskandal die Kammer, der die Führungsspitze der HWK mit Hauptgeschäftsführer und Stellvertreter davonwehte. Die rechtliche Aufarbeitung der Vorgänge läuft gerade vor dem Landgericht in Koblenz. Mit dem damaligen Trierer Polizeipräsidenten Manfred Bitter gelang es dem HWK-Vorstand um Präsident Rudi Müller, einen krisenerfahrenen Manager an die Spitze der Kammer zu locken.
Während die juristische Klärung des Skandals noch aussteht, ist in der Handwerkskammer selbst Ruhe eingekehrt.
Dennoch kommen auf den neuen Hauptgeschäftsführer große Aufgaben zu: Vor allem der Nachwuchsmangel beschäftigt viele Handwerksbetriebe in der Region. Zudem soll das neue Berufsbildungszentrum bis 2019 fertiggestellt sein. Bund, Land und Handwerkskammer investieren rund 41 Millionen Euro in das neue Handwerkerzentrum. Kernaufgabe des Bildungszentrums ist die überbetriebliche Ausbildung des Nachwuchses. Für 27 Berufe im Kammerbezirk übernimmt die Kammer einen Teil der Aus- und Weiterbildung sowie Meisterkurse für die Betriebe. Muss der neue Hauptgeschäftsführer der HWK also mehr Visionär als Krisenmanager sein?
Die Vollversammlung der HWK trifft die Entscheidung über die Bitter-Nachfolge. Laut HWK liegen der Kammer schon zahlreiche Bewerbungen vor.