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"Wir shoppen am liebsten in Deutschland"

"Wir shoppen am liebsten in Deutschland"

Bürger aus Luxemburg fahren zum Einkaufen am liebsten nach Deutschland. Laut einer im Luxemburger Tageblatt veröffentlichten Quest-Umfrage ist es in Deutschland preiswerter und das Angebot größer.

Trier/Luxemburg. Trier, Saarbrücken, Köln und Düsseldorf sind beliebte Shoppingszielorte der Luxemburger. So belegt eine aktuelle Quest-Studie, die sich mit der Kundenzufriedenheit der Luxemburger befasste, dass mehr als 52 Prozent der Befragten es vor allem wegen des günstigeren Preisunterschieds nach Deutschland zum Einkaufen zieht. 48 Prozent geben an, wegen der großen Vielfalt im Nachbarland ihre Einkäufe erledigen zu wollen.
An zweiter Stelle kommt Frankreich. 24 Prozent der Befragten geben als Grund dort günstigere Waren an, während für mehr 23 Prozent die Vielfalt eine Rolle spielt. An dritter Stelle kommt Belgien ( 18 Prozent Preis, 15 Prozent Vielfalt).
Schlechter Service



Weshalb es die Luxemburger ins benachbarte Ausland und in die Region Trier zieht, ist der schlechte Service der heimischen Geschäfte. So empfinden die Befragten den Service beim Kundendienst der Telekommunikation- und Mobiltelefonanbieter schlecht bis mangelhaft. 23 Prozent sind vom Kundenservice im Bereich der Telekommunikation enttäuscht, während 58 Prozent behaupten, mittelmäßig beraten worden zu sein. Bei den Mobiltelefonanbietern bewerten 61 Prozent der Befragten den Service als mittelmäßig, 23 Prozent sind überhaupt nicht zufrieden.

Die Hälfte der Befragten ist der Auffassung, dass Luxemburger Geschäfte und Firmen kein offenes Ohr für Kundenbeschwerden haben. 48 Prozent teilen ihren Ärger direkt dem Laden mit. 47 Prozent der Luxemburger gehen aber lieber gleich woanders shoppen, heißt es. Kein Wunder, dass es am Wochenende häufig zu Rückstaus am Trierer Berg kommt - viele der Autos haben Luxemburger Kennzeichen.
Ihren Ärger machen 52 Prozent der Befragten im direkten Gespräch Luft, 31 Prozent ziehen das Telefon vor. 38,2 Prozent der Luxemburger teilen ihre Einkaufserfahrungen über soziale Netzwerke mit. Dabei fallen 15,6 Prozent der Bewertungen im Netz negativ aus. 22,6 Prozent der Kunden äußern sich im Internet positiv. tgbl