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Frauenhandball: Miezen wollen nicht allzu heftig überrollt werden

Frauenhandball: Miezen wollen nicht allzu heftig überrollt werden

Beim Vizemeister HC Leipzig sind die Trierer Handball-Miezen heute (19.30 Uhr) krasser Außenseiter, nicht nur wegen der Personalsituation.

Trier. Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen vor dem zweiten Saisonspiel der DJK/MJC Trier am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) nicht sein: Die Miezen hatten ihren Saisonstart in Göppingen beim 21:39 komplett vermasselt, der heutige Gastgeber HC Leipzig sicherte sich nach der Auftaktniederlage gegen Buxtehude am Wochenende einen souveränen 32:24-Erfolg gegen jene Göppingerinnen, macht eine Differenz von insgesamt 28 Toren. Während Leipzig als einziger echter Verfolger von Dauermeister Thüringer HC gilt, kämpfen die Trierer Miezen gegen den Abstieg - also ist heute eine klare Sache zu erwarten. Schon beim Wittlicher Handballcup waren beide Mannschaften aufeinander getroffen, nach 50-minütiger Spielzeit hatten die Miezen beim 15:27 eine kostenlose Lehrstunde erhalten.Auch wenn der HCL in WM-Torschützenkönigin Susann Müller seinen Star zum Champions-League-Sieger Györ hat ziehen lassen müssen, auch wenn Leipzig einige Verletzte zu beklagen hat und auch wenn die Gastgeberinnen sich sicherlich für das Champions-League-Qualifikationsturnier in eigener Halle am Wochenende schonen werden - viel zu holen dürfte es für die Miezen nicht geben. Vor zwei Jahren hatten sie in Leipzig ein Remis erkämpft - unter normalen Umständen ist das heute nicht möglich, auch weil in den Langzeitverletzten Mégane Vallet und Marta Pilmayer zwei Leistungsträgerinnen fehlen. Hinzu kommen weitere Ausfälle. Esther Mohr, Andrea Czanik, Katja Pötters und Hanna Sattler fehlen nach Auskunft von MJC-Co-Trainerin Jana Arnosova wegen Erkrankung. Sie haben sich einen Virus eingefangen. "Wir fahren erheblich ersatzgeschwächt nach Leipzig", stellt Arnosova fest. Die Partie dürfte somit vor allem unter den Gesichtspunkten "Integration der Neuzugänge und Einspielen" stehen - und mit der Hoffnung verbunden sein, nicht allzu krass unter die Räder zu kommen. "Die Punkte gegen den Abstieg müssen wir gegen andere Mannschaften holen", sagt Trainerin Jana Arnosova, die zugibt: "Das Auftaktspiel in Göppingen hat uns knallhart vor Augen geführt, wie schwer es diese Saison wird."Und nach der Partie in Leipzig hat man eine weitere Woche Zeit, sich auf das Heim-Doppel vorzubereiten: Denn gegen die HSG Blomberg-Lippe (24. September) und die SG Bietigheim (27. September, beide Arena) stehen die Chancen auf die ersten Punkte deutlich besser als beim Goliath Leipzig. BPDJK/MJC Trier: Flöck, Kockler - Derbach, Houben, Struijs, Garcia-Almendaris, Schneider, Backhed, Kordel, Michielsen