Hockey-Damen bei Trophy in Abstiegsrunde

Hockey-Damen bei Trophy in Abstiegsrunde

Deutschlands Hockey-Damen sind bei der Champions Trophy in den Niederlanden vom Erfolgsweg abgekommen und müssen in der Abstiegsrunde weiterspielen.

Nach dem 1:0-Auftaktsieg über Neuseeland und dem 1:2 gegen die Gastgeber kassierte die verjüngte Auswahl von Bundestrainer Michael Behrmann am Dienstag beim 0:1 (0:0) gegen Australien die zweite Niederlage nacheinander. Da „Oranje“ anschließend gegen Neuseeland nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinauskam und die erhoffte Schützenhilfe ausblieb, zogen die „Kiwis“ anstelle der Deutschen in die „Medaillenrunde“ um die Plätze eins bis vier ein. Behrmanns Kader muss dagegen von Donnerstag an um den Verbleib im Kreis der weltbesten Teams kämpfen.

„Ich bin enttäuscht. Wir haben es nicht geschafft, uns zu steigern und nach dem Chancenverhältnis letztlich nicht einmal unverdient verloren“, befand Behrmann. Und auch Routinier Natascha Keller zeigte sich selbstkritisch: „Wir haben in Ansätzen gut gespielt, aber nur in Ansätzen. Und dann sind auch noch unsere Fehler bestraft worden.“

Pünktlich zu Spielbeginn hörte es auf zu regnen, dafür begann die aus Routiniers und Nachwuchskräften zusammengesetzte deutsche Elf zu stürmen. Natascha Keller boten sich in der Anfangsphase drei gute Möglichkeiten, die die Berlinerin aber nicht nutzen konnte. Die nach zwei Niederlagen unter Druck stehenden Australierinnen störten in der Folge früher und kauften den Deutschen dadurch den Schneid ab. Meist war dann aber die diesmal für Barbara Vogel im Tor aufgebotene Yvonne Frank zur Stelle. Einmal vor der Pause rettete Katharina Otte gegen Jade Close (13.) für die schon geschlagene Torfrau auf der Linie.

Auch nach dem Wechsel setzte sich zum Glück für Behrmanns Team die australische Abschlussschwäche zunächst fort. Maike Stöckel (44.) und Marie Mävers (49.) machten es nicht besser und trafen ebenfalls nicht ins Schwarze. Allerdings stellten sich Keller & Co. nun etwas besser auf den Gegner vom fünften Kontinent ein und gestalteten die Partie, in der die Widersacher Probleme im Spielaufbau offenbarten, offener. Fünf Minuten vor Schluss musste sich die DHB-Elf nach einer Strafecke doch noch geschlagen geben: Jodie Schultz abgefälschter Schlenzer rutschte Frank unter dem Arm durch ins Tor. Pech für die Deutschen: Mit der Schlusssirene traf Maike Stöckel nur den Innenpfosten (70.).

Deutsche Hockey-Agentur

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