Das olympische Feuer brennt an der Mosel

Das olympische Feuer brennt an der Mosel

Special Olympics gehen heute und morgen in Trier über die Bühne. Freier Eintritt bei allen Wettkämpfen.

Für viele der Special-Olympics-Betreuer und -Athleten führte der erste Weg am Montag zur Akkreditierungsstelle im Brunnenhof (links). Auch der Hauptmarkt war ein beliebter Treffpunkt. Die Wettkämpfe für die insgesamt 1400 Athleten und Betreuer stehen heute und morgen an. TV-Fotos (2): Andreas Feichtner. Foto: (g_sport

Trier Ganz schön bunt hier in der Simeonstraße, auf dem Hauptmarkt und auf dem Domfreihof. Ein Schwarm in orangen Shirts kreuzt, eine Gruppe in Blau sitzt am Marktkreuz, vor dem Eiscafé sitzt ein Dutzend Sportler in Mintgrün. Es ist Montagnachmittag, noch ist bei den Special Olympics keine Bahn geschwommen, kein Ball geschlagen, kein Meter gepaddelt. Aber Trier ist schon fest in der Hand der Athleten und Betreuer. Insgesamt 1400 Teilnehmer werden heute und morgen bei den großen Landesspielen für Sportler mit und ohne geistige Behinderung - es gibt auch gemischte Teams - an den Start gehen. Schon am frühen Nachmittag haben sich die meisten ihre Bändchen, ihre Akkreditierungen, im Brunnenhof abgeholt.
Viele der Teams aus ganz Rheinland-Pfalz und Luxemburg nutzen die Zeit vor dem Fackellauf und der offiziellen Eröffnung der Spiele am Montagabend zum kleinen Erkundungs-Trip durch die Stadt. Wie die Heinrich-Kimmle-Stiftung aus Pirmasens, die gerade ein Erinnerungsfoto vor der Porta schießt. Mit ihrem Team aus 34 Sportlern, die in vier Disziplinen antreten werden. "Wir sind schon seit den ersten Special Olympics immer dabei", sagt Betreuer Bernd Burkhard. "Schon seit über 20 Jahren." Das können nicht viele der Teams von sich behaupten. Aber fast alle, die mal dabei waren, kommen wieder. Wie der Trierer Heinrich Waßenberg, Teilnehmer im Tischtennis, der sich am Montag auch immer wieder einen Spruch anhören darf. "Hey, du bist ja berühmt!" Zumindest mal haben ihn schon viele auf Plakaten gesehen - er ist neben Viviana Saltalamacchia offizieller Botschafter der Spiele, die zum ersten Mal in Trier ausgetragen werden. "Ich freue mich vor allem, das olympische Feuer anzuzünden", sagt Heinrich Waßenberg dem TV-Reporter. Das war am Abend vorgesehen, nach dem Fackellauf durch die Innenstadt. Ein anderer Trierer freut sich schon auf den heutigen Morgen. Auch wenn er ein bisschen nervös sein dürfte, wie er zugibt. Malte Rotengass, 21 Jahre alt, geht für das H2O-Team an den Start. "Um 9 Uhr geht es im Nordbad los. Ich bin im Brustschwimmen dabei", sagt er. Die Zielsetzung? "Eine Goldmedaille wäre natürlich toll - fürs Herz."
Über viele Zuschauer würden sich die Athleten freuen. Der Eintritt zu allen Wettkampfstätten ist frei: das Programm ist über die ganze Stadt verteilt, teilweise auch darüber hinaus (Golf in Ensch, Kanu in Riol). Einiges los sein wird in der Arena Trier, im Palastgarten (dort wird auch das wettbewerbsfreie Angebot ausgetragen) oder bei den Schwimmwettbewerben im Nordbad. In insgesamt 14 Disziplinen geht es um Medaillen - auch wenn das olympische Motto "Dabeisein ist alles" bei den Special Olympics noch ein bisschen wahrer ist als bei Sommer- oder Wintespielen unter den fünf Ringen. Wer es nicht in die Sportstätten schafft: Auch das Rahmenprogramm lohnt sich - nicht nur, weil Guildo Horn heute (18.50 Uhr, Domfreihof) für einen Kurzauftritt angekündigt ist. (AF) Am Dienstag und Mittwoch geht die landesweit größte Sportveranstaltung für Menschen mit und ohne geistige Behinderung zum ersten Mal in Trier über die Bühne. Rund 1400 Athleten und Trainer werden in 14 Sportwettbewerben und wettbewerbsfreien Angeboten an den Start gehen. Die Wettbewerbe werden unter anderem im Moselstadion, in der Arena, in Monaise (Reiten), in Riol (Kanu) und im Nordbad ausgetragen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungsstätten ist frei. Der Zeitplan: Dienstag, 13. Juni: 9 - 17 Uhr: Sportwettbewerbe und Gesundheitsprogramm 18 - 22 Uhr: Live-Bühnenprogramm "Trier feiert - alle inklusive" (Domfreihof) Mittwoch, 14. Juni: 9 - 16.30 Uhr: Sportwettbewerbe und Gesundheitsprogramm (Sportstätten). 18 - 19 Uhr: Feierliche Abschlussfeier (Domfreihof)

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