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Birk freut sich auf den Job an der Mosel

Glücklich: Angelika Birk nach ihrer Wahl. TV-Foto: Friedemann Vetter
Glücklich: Angelika Birk nach ihrer Wahl. TV-Foto: Friedemann Vetter
Schulentwicklung, Haushaltsplan und Menschen kennenlernen: Das nennt Triers frisch gewählte Bürgermeisterin Angelika Birk als erste Schwerpunkte ihrer Arbeit ab Februar 2010.

Trier. (cus) "Ich freue mich auf eine spannende Aufgabe", kommentiert Angelika Birk im TV-Gespräch ihre Wahl zur Bürgermeisterin und Dezernentin für Soziales, Jugend, Bildung und Sport. Zwar musste die ledige 54-Jährige auf ihre Rede im Trierer Stadtrat verzichten, weil die Vorstellungsrunde aus rechtlichen Gründen entfiel (der TV berichtete). "Entscheidend ist aber die korrekte Wahl", stellt Birk fest.

Zu den dringenden Anliegen nach ihrer Amtseinführung im Februar 2010 zählt die studierte Pädagogin unter anderem Entscheidungen des Schulentwicklungsplans. Der Haushalt mit Neuzuschnitt der Dezernate verlange intensive Beschäftigung.

Ihre einstige Aussage, sie könne "alles außer Finanzen und Sport", relativiert Birk: "In dem Interview ging es darum, dass ich schon für viele Ressorts als Abgeordnete oder in verantwortlicher Position tätig war." Zwar hätte sie sich nicht für das Kämmerer-Amt beworben, habe aber schon oft mit komplexen Finanzangelegenheiten zu tun gehabt. Als Ministerin in Schleswig-Holstein habe sie etwa mit dem Finanzminister über den Etat verhandelt.

Beim Sport sieht sich Birk mit Details nicht vertraut: "Die wichtige gesellschaftliche Funktion des Breitensports und die Bedeutung des Spitzensports als Ansporn sind mir aber voll bewusst. Ich werde mich gerne auf Verbände zubewegen und lernen."

Allgemein will die neue Dezernentin, Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, in der Trierer Anfangszeit viele Menschen kennenlernen. Dass das Ampel-Bündnis eine Reihe politischer Etappenziele benannt habe, erleichtere die Schwerpunktsetzung. Gleichwohl sei sie offen für neue Vorschläge aus allen Fraktionen. Entsprechend will sich Birk mit ihrem relativ knappen Wahlergebnis (28 Stimmen für sie, 24 für Amtsinhaber Georg Bernarding, einer Stimme für Axel Beermann) nicht lange aufhalten: "Ich setze darauf, für wichtige Entscheidungen möglichst große Mehrheiten zu schaffen."

Privat steht ein Umzug von Lübeck nach Trier an. Das TV-Abo ist schon bestellt.