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Münsterer Bischof zu Besuch bei Heilig-Rock-Tagen

Münsterer Bischof zu Besuch bei Heilig-Rock-Tagen

Eigentlich war Felix Genn, Bischof von Münster, nur „ganz privat“ zu Besuch in Trier, dann feierte der doch das Pontifikalamt am Nachmittag des 18. April im Trier Dom – außerplanmäßig.

(red) „Einmal im Jahr muss ich mir den Heiligen Rock antun“, freute sich der ehemalige Trierer Weihbischof, der auch Leiter der bislang letzten großen Wallfahrt 1996 war. Er erlebe die Heilig-Rock-Tage, das Bistumsfest der Diözese Trier, wie er sie all die Jahre seit 1996 erlebt habe, als „Sonne, Bewegung und Freude“. Die Heilig-Rock-Tage sind aus der großen Wallfahrt 1996 hervorgegangen, die von ihm geleitet wurde.

„Die Menschen kommen hierher, weil sie seit vielen Jahren erleben dürfen, dass die Gemeinschaft während dieser zehn Tage um das Heilig-Rock-Tage verbindet, Kirche leibhaftig erfahren lässt und die Möglichkeit gibt, manche Sorge und Anliegen bei dem abzugeben, auf den das Gewand hinweist, Jesus Christus, den Auferstandenen“. Bischof Genn forderte dazu auf, sich während der Heilig-Rock-Tage und auch bei der kommenden großen Wallfahrt 2012 auf die Suche nach Gott zu begeben und „in dieser Suchbewegung zu bleiben“. Jeder sei dazu aufgefordert dazu beizutragen, „dass diese Welt gerechter wird“, sagte er mit Blick auf das Leitwort der diesjährigen Heilig-Rock-Tage „In Gerechtigkeit dein Angesicht suchen.“

Bischof Genn wurde 1950 in Burgbrohl geboren, wuchs im benachbarten Wassenach auf und wurde 1976 in Trier zum Priester geweiht. Ab 1978 war er Stellvertretender Leiter des Trierer Priesterseminars, seit 1994 war er Lehrbeauftragter für christliche Spiritualität an der Theologischen Fakultät Trier. 1996 leitete er die Heilig-Rock-Wallfahrt. Danach übernahm er die Leitung des Studienhauses St. Lambert in Lantershofen. 1999 ernannte Papst Johannes Paul II. Felix Genn zum Weihbischof für das Bistum Trier. Am 4. April 2003 folgte die Ernennung zum Bischof von Essen, im März 2009 wurde er als Bischof von Münster eingeführt. 2004 wurde Genn zum Ehrenkapitular an der Hohen Domkirche in Trier ernannt.